Audi Im Oktober kommt der TT in den Handel

Im Oktober 2014 kommt der neue Audi TT in den Handel. Während das Profil an die erste Generation erinnern soll, hat der Automobilhersteller das Bedienkonzept völlig neu aufgezogen.
Im Oktober 2014 kommt der neue Audi TT in den Handel. Während das Profil an die erste Generation erinnern soll, hat der Automobilhersteller das Bedienkonzept völlig neu aufgezogen.

Audi bringt im Oktober die dritte Generation des TT in den Handel. Das Äußere des Sportwagens erinnert zwar mit etlichen Details an den Design-Klassiker aus dem Jahr 1998, doch Antrieb, Fahrwerk, Beleuchtung, Fahrerassistenzsysteme und vor allem das neue Bedienkonzept sind wegweisend.

Ein Novum im TT ist das Bedienkonzept, das Audi von Grund auf neu entwickelt hat, bestehend aus einem digitalen Kombiinstrument "Digital Cockpit" und dem neuen Multi-Media-Interface (MMI). Das Kombiinstrument verfügt über ein 12,3-Zoll-großen TFT-Display mit einer Auflösung von 1.440 x 540 Pixel und nutzt den Tegra 30-Chip aus der Tegra 3-Serie von Nvidia.

Spezielle Detaileffekte sollen dem Fahrer bei der Wahrnehmung helfen. So wird der Drehzahlmesser beispielsweise mit 60 Frames pro Sekunde gerechnet, damit die virtuelle Nadel flüssig und präzise läuft. Die Fresnel-Effekte sind realitätsnah nachgebildet. Scrollvorgänge, etwa bei Listen, folgen einem physikalischen Modell, das theoretische Faktoren wie Massenträgheit, Elastizität oder Dämpfung berücksichtigt.

Mit der View-Taste am Multifunktionslenkrad kann der Fahrer zwischen zwei Oberflächen wechseln. Im Infotainment-Modus beherrscht ein zentrales Fenster die Ansicht, so dass Navigationskarte oder die Listen aus den Bereichen Telefon, Radio und Audio entsprechend groß abgebildet werden. Der Drehzahlmesser und der Tachometer sind links und rechts als kleine Rundinstrumente zu sehen. In der klassischen Ansicht ist das Mittelfenster kleiner; die Instrumente – mit schwarzen Skalen, roten Zeigern und weißen Ziffern – erscheinen etwa so groß wie heutige Analoganzeigen.

Das Virtual Cockpit stellt sämtliche Informationen von den Navigationspfeilen über die dynamischen Animationen bis zu den Grafiken der Assistenzsysteme umfassend dar. Je nach Grundmenü ändert das Display sein Farbdesign; im Medienmenü etwa ist es orange, im Telefonmenü grün. An seinem unteren Rand befinden sich feste Anzeigen für Außentemperatur, Uhrzeit und Kilometerstände sowie Warn- und Hinweissymbole. LEDs zeigen die Kühlmitteltemperatur und den Kraftstoffstand an.

Das MMI kann der Fahrer wie ein Smartphone bedienen: Eine intelligente Logik ersetzt statische Menübäume; häufig genutzte Funktionen lassen sich mit wenigen Klicks erreichen. Den Mittelpunkt des Terminals bildet weiterhin der runde Dreh-/Drücksteller; in Kombination mit Connectivity-Paket und MMI Navigation plus trägt er auf seiner Oberfläche das berührungsempfindliche MMI touch. Das Touchpad dient zur Eingabe von Zeichen und verarbeitet Mehrfingergesten. Ein optischer Sensor überwacht die Drehbewegungen des präzise rastenden Stellers auf Hundertstelmillimeter genau, das ermöglicht eine fast stufenlose Bewegung. Oberhalb des Dreh-/Drück-Stellers befinden sich die Kipptasten für die wichtigsten Grundmenüs Navigation/Karte, Telefon, Radio und Media. Die allgemeine Menü-Taste und die Zurück-Funktion sind unter dem Steller platziert; links und rechts von ihm liegt jeweils nur eine Taste.

 

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Der neue Audi TT

Audi setzt Maßstäbe mit dem MMI und dem Virtual Cockpit.

Mach mal Pause

Die Fahrerassistenzsysteme im Audi TT tragen zur Sicherheit von Fahrzeuginsassen und weiteren Verkehrsteilnehmern bei, wie der Bremsassistent Folgekollision, der nach einem Unfall aktiv wird. Er verhindert in vielen Situationen, dass das Auto unkontrolliert weiterrollt, zudem aktiviert er die Innenraumbeleuchtung und die Warnblinkanlage. Ein weiteres Serien-Feature ist die Pausenempfehlung, die den Fahrer darauf hinweist, wenn er zu ermüden beginnt.

Der optionale Audi side assist unterstützt den Fahrer beim Spurwechsel. Ab einer Geschwindigkeit von 30 km/h überwachen seine Radarsensoren die Straße auf etwa 70 m Distanz nach hinten. Wenn das System ein anderes Fahrzeug, das sich im toten Winkel befindet oder schnell annähert, als kritisch für einen Spurwechsel einstuft, warnt es den Fahrer durch ein helles LED-Licht am entsprechenden Außenspiegel. Falls der Fahrer jetzt trotzdem den Blinker setzt, blinkt die Anzeige mehrmals kurz auf.

Ab etwa 65 km/h wird der für den TT 2.0 TFSI serienmäßige Audi active lane assist aktiv. Er erkennt die Begrenzungslinien auf der Fahrbahn mit einer Videokamera am Innenspiegel. Wenn das Fahrzeug ohne zu blinken auf eine Begrenzungslinie zufährt, hilft es dem Fahrer mit einem sanften Impuls in der elektromechanischen Lenkung, in die Spur zurück zu steuern. Im Bediensystem MMI lassen sich eine mögliche Vibration am Lenkrad und der Zeitpunkt des Eingriffs festlegen.

Auch die kamerabasierte Verkehrszeichenerkennung, eine weitere Sonderausstattung, nutzt die Daten der Videokamera. Im Abgleich mit dem Navigationssystem zeigt sie Tempolimits, ihre Zusatzschilder und Überholverbote an.

Für komfortables und sicheres Einparken hilft der Parkassistent. Die Vollversion kann das Auto rückwärts in Parklücken steuern. Bei moderatem Tempo vermisst sie die Lücken mit den Ultraschallsensoren. Wenn sich eine von ihnen eignet, erscheint ein Hinweis im Virtual Cockpit. Sobald der Fahrer den Rückwärtsgang einlegt, übernimmt das System die Kontrolle über die elektromechanische Lenkung; der Fahrer muss weiterhin Gas geben, schalten und bremsen. Bei Bedarf lenkt der Parkassistent in mehreren Zügen vorwärts und rückwärts; beim Ausparken aus Längslücken leistet er ähnliche Unterstützung. Die Umgebungsanzeige warnt vor seitlichen Hindernissen.