Halbzeit bei AKTIV

Die Forschungsinitiative AKTIV (Adaptive und Kooperative Technologien für den Intelligenten Verkehr) will bis zum Jahr 2010 Lösungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit entwickeln. Im Rahmen einer Halbzeitpräsentation wurden die ersten Ergebnisse der 29 beteiligten Unternehmen vorgestellt.

Die Forschungsinitiative AKTIV (Adaptive und Kooperative Technologien für den Intelligenten Verkehr) will bis zum Jahr 2010 Lösungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit entwickeln. Im Rahmen einer Halbzeitpräsentation wurden die ersten Ergebnisse der 29 beteiligten Unternehmen vorgestellt.

Aufgeteilt in die drei Teilprojekte „Verkehrsmanagement“, „Aktive Sicherheit“ und „Cooperative Cars“ sollen Systeme entwickelt werden, die direkten oder indirekten Einfluss auf die Verkehrssicherheit ausüben. Die Initiative AKTIV verfügt dabei über ein Budget von rund 60 Mio. Euro und wird u.a. von den Bundesministerien für Wirtschaft und Technologie bzw. für Bildung und Forschung gefördert. Das Projekt läuft bis zum 31. August 2010.

Die Inhalte der Teilprojekte umfassen:

  • Verkehrsmanagement: Erarbeitung eines Informationsnetzwerkes zwischen Fahrer, Fahrzeug und Verkehrsinfrastruktur, wie etwa Verkehrszentralen. Basierend auf den gesammelten Informationen sollen dem Fahrer lokalisierte Informationen (z.B. Routen) zur Verfügung gestellt werden.
  • Aktive Sicherheit: Entwicklung neuer Fahrerassistenzsysteme zur Vermeidung von Unfällen. Durch Erfassung der Fahrzeugumgebung und Erkennung von gefährlichen Situationen, z.B. Fußgänger auf der Fahrbahn, soll der Fahrer rechtzeitig gewarnt werden oder das Fahrzeug sogar selbstständig reagieren.
  • Cooperative Cars: Anwendung von Mobilfunktechnik für Car-2-X-Kommunikation. Gefahrenmeldungen sollen durch Nutzung heutiger oder künftiger Mobilfunksysteme an andere Fahrzeuge übermittelt werden.

Das von der Daimler-Forschung entwickelte Bilderkennungsverfahren zur Umgebungserfassung arbeitet mit einer hinter der Windschutzscheibe montierten Stereo-Kamera (Bild). Diese liefert Bilder von der aktuellen Verkehrssituation, die ständig nach relevanten Objekten durchsucht werden. Durch einen vergrößerten Blickwinkel lassen sich außer vorausfahrenden auch seitlich ein- oder abbiegende sowie entgegenkommende Objekte erkennen.

So werden bei der Ampelerkennung von der Bildverarbeitung rote Bildpunkte untersucht, die annähernd kreisförmig sind. Durch das Stereo-Kamerasystem lässt sich deren Abstand zum Fahrzeug und somit deren Größe abschätzen, was eine Verwechslung mit Bremslichtern ausschließt. Um Objekte zu erkennen, mit denen Kollisionsgefahr besteht, wird räumliches Sehen mit einer Echtzeit-Bildanalyse kombiniert. Die zentrale Idee dieser Technik besteht darin, interessante Bildpunkte zu identifizieren und sie über einen gewissen Zeitraum zu verfolgen. Beim Tracking wird die Bewegung der Bildpunkte über die Zeit verfolgt und so die wahrscheinliche Bewegungsrichtung vorausberechnet.