Status und Trends bei Kurzstreckenfunk im Auto Autofreund Bluetooth

Das Handy-Freisprechen im Auto per Bluetooth-Funk ist eine absolute Erfolgsstory. Entwickelt sich doch die Bluetooth-Schnittstelle mehr und mehr zu einer Standardausrüstung für Neufahrzeuge, die über den Verkaufserfolg eines Autos mitentscheiden kann.

Status und Trends bei Kurzstreckenfunk im Auto

Das Handy-Freisprechen im Auto per Bluetooth-Funk ist eine absolute Erfolgsstory. Entwickelt sich doch die Bluetooth-Schnittstelle mehr und mehr zu einer Standardausrüstung für Neufahrzeuge, die über den Verkaufserfolg eines Autos mitentscheiden kann.

Die Integration von Handys und mobilen Konsumelektronik-Geräten (CE, Consumer Electronic) für Automobilhersteller stellt Fluch und Segen zugleich dar: Lange herbeigesehnte Anwendungen wie das „vernetzte Büro auf Rädern“ oder eine „personalisierte Jukebox“ könnten eigentlich neue Kaufanreize für Kunden sein. Allerdings stellen die unterschiedlichen Produktzyklen von CE-Geräten und Automobilelektronik-Architekturen sowie die fehlende Hoheit der Automobilhersteller über die mobilen Endgeräte eine erhebliche Herausforderung dar.

Beim Startschuss für Bluetooth im allgemeinen Technologiefieber um die Jahrhundertwende war der Einsatz im Auto nur ein Anwendungsfall unter vielen. Als dann Kinderkrankheiten und die allgemeine Ernüchterung in der Branche ihre Schatten auf die Bluetooth-Industrie warfen, sorgte vor allem die Freisprechfunktion im Fahrzeug für die nötigen Stückzahlen bei den Chipherstellern und verhalf Bluetooth zum Durchbruch. Unterstützend wirkten legislative Maßnahmen weltweit, die aus Sicherheitsgründen eine Bedienung des Mobiltelefons während der Fahrt verbieten. Die Bluetooth-Industrie hatte ihre erste Killer-Applikation: das Headset.

Inzwischen ist Bluetooth aus dem Auto kaum noch wegzudenken: Die Regale in den Handy-Shops sind gefüllt mit Headsets und Freisprecheinrichtungen für den Zigarettenanzünder. Und die Automobilhersteller freuen sich über hohe Order-Raten für ihre komfortabel ab Werk integrierten Systeme.

Als Fazit lässt sich konstatieren: Für den Automobilhersteller nimmt das Mobiltelefon im Auto eine Sonderstellung ein, zumal er keinen direkten Zugriff auf den Hersteller der Handy-Funktionen hat; gleichzeitig muss er die Kluft zwischen der kurzlebigen Welt der Consumer-Elektronik und der langfristigen Wertbeständigkeit eines Automobils überwinden. Dies stellt eine besondere Herausforderung für die Standards der Bluetooth SIG dar. Sie müssen zum einen die sich immer schneller wandelnde bunte Welt der Konsumelektronik abdecken, zum anderen aber über Jahre hinaus abwärtskompatibel sein wegen der bereits verkauften und noch in Betrieb befindlichen Autos. Modellbasierte Testverfahren erleichtern es in diesem Zusammenhang dem Automobilhersteller, mit der Herausforderung „Mobilgerät im Fahrzeug“ umzugehen. Die Bluetooth-Industrie ist mit dem Anwendungsfall im Auto groß geworden und hat in ihm durchaus eine Killer-Applikation gefunden. ha