BMW und Total Wasserstofftankstelle mit zwei Betankungssystemen eröffnet

Eröffnung der Wasserstofftankstelle mit zwei Betankungssystemen: Dr. Andreas Opfermann, Linde, Patrick Schnell, CEP, Guillaume Larroque, Total, Dr. Veit Steinle, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Matthias Klietz, BMW (vlnr).
Eröffnung der Wasserstofftankstelle mit zwei Betankungssystemen: Dr. Andreas Opfermann, Linde, Patrick Schnell, CEP, Guillaume Larroque, Total, Dr. Veit Steinle, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Matthias Klietz, BMW (vlnr).

Die Eröffnung der Wasserstoff-Tankstelle in der Münchener Detmoldstraße vervollständigt die Wasserstoffachse Stuttgart – München – Innsbruck – Bozen innerhalb des Cluster Süds des europäischen HyFIVE Projektes.

Von Süddeutschland bis zum Gardasee mit Brennstoffzellen-Antrieb – jetzt ist es möglich. Die Total Multi-Energie Tankstelle an der Detmoldstraße in München stellt dabei einen wichtigen Meilenstein dar. Sie ist die weltweit erste öffentlich zugängliche Tankstelle, bei der zwei Wasserstoff-Zapfsäulen mit unterschiedlicher Technologie zur Verfügung stehen:

  • Die industriell standardisierte 700 bar CGH2-Tank-Technologie. Diese Technologie für Betankungen von Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeugen ist ab sofort einsetzbar.
  • Die von BMW entwickelte Kryodruckwasserstoff-Tanktechnik (CCH2). Dabei wird der Wasserstoff gasförmig bei tiefkalter Temperatur und einem Druck von bis zu 350 bar im Fahrzeug gespeichert. Diese Technologie ist im Vorentwicklungsstadium und daher erst längerfristig einsetzbar. Sie ermöglicht jedoch eine um bis zu 50 % höhere Wasserstoff-Kapazität im Fahrzeugtank gegenüber dem 700-bar-System und so eine Reichweite von über 500 Kilometern.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Einführung von Wasserstoff-Brennstoffzellen-Fahrzeugen ist jedoch der Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur auf den entsprechenden Automobilmärkten. Das Bundesministerium fördert und unterstützt hier aktiv.

In wichtigen Wasserstoff-Initialmärkten, wie beispielsweise Japan, Kalifornien/USA und Europa mit Schwerpunkt Deutschland, Großbritannien und Skandinavien ist auf Grund der laufenden Infrastruktur-Initiativen die Verbreitung eines initialen Wasserstoff-Tankstellennetzes bis ungefähr 2020 realistisch. Im Gegensatz zu Japan, das als Inselstaat praktisch keinen grenzübergreifenden Verkehr sicherstellen muss, ist die Sicherstellung eines grenzübergreifenden Tankstellennetzes in Europa weitaus anspruchsvoller.