Ladeinfrastruktur verbessern TH Deggendorf präsentiert Induktions-Schnelllader

Die E-Wald-Forschungsgruppe der Technischen Hochschule Deggendorf entwickelte einen Induktions-Schnelllader.
Die E-Wald-Forschungsgruppe der Technischen Hochschule Deggendorf entwickelte einen Induktions-Schnelllader.

Die Technische Hochschule Deggendorf hat ihren zusammen mit dem Unternehmen Intis entwickelten und derzeit weltweit stärksten für den Straßenverkehr zugelassenen Induktionslader für Elektrofahrzeuge in Betrieb genommen.Das System verfügt über eine Ladeleistung von 30 kW.

Im E-Wald Teilprojekt ILS (Induktives Ladesystem) wurde seit Anfang 2015, zusammen mit den Entwicklern der INTIS GmbH, das weltweit erste straßen-verkehrszugelassene, berührungsfreie, kabellose Schnellladesystem für Elektrofahrzeuge aus dem Pkw-Segment (IN-DEG) entwickelt und erprobt.

Im Vergleich zu kabelgebundenen Entwicklungen zielt IN-DEG darauf ab, den Ladevorgang erheblich zu vereinfachen, die Nutzerfreundlichkeit zu maximieren und gleichzeitig eine Schnellladung des Fahrzeugs sicherzustellen. Bisher übliche Ladesysteme nutzen eine Leistung von 3,6 kW. Im Falle der hier entwickelten Lösung beträgt die übertragene Nennleistung 30 kW. Das System wurde vom Hersteller ursprünglich für 60 kW ausgelegt und entwickelt. Mit dem System lässt sich nicht nur das Starten des Ladevorganges bei schlechtem Wetter deutlich komfortabler gestelten. Auch die bisherige Ladezeit von sechs Stunden kann auf unter eine halbe Stunde verkürzt werden. Bei entsprechend ausgerüsteten Elektroautos können unterschiedliche Fahrzeuge am gleichen berührungslosen Schnellladestandort aufgeladen werden.

Das Fahrzeug wird mit Hilfe des integrierten Positioniersystems über eine sogenannte Ladeplatte gefahren. Der Ladevorgang startet nach entsprechender Identifizierung automatisch und die Batterie des Elektrofahrzeugs wird in weniger als 30 Minuten zu 80 Prozent geladen.