Photovoltaik-Anlage speist E-Flotte Reiner Sonnenstrom für Elektrofahrzeuge in Dortmund

"Sonne in den Tank": Im Projekt metropol-E werden erneuerbare Energien für Elektrofahrzeuge genutzt.
"Sonne in den Tank": Im Projekt metropol-E werden erneuerbare Energien für Elektrofahrzeuge genutzt.

Dortmunds Elektrofahrzeugflotte fährt ab sofort mit lokal erzeugtem Ökostrom: Dafür wurde eine neue Fassaden-Photovoltaikanlage in Betrieb genommen, die mit einem intelligenten Speicher- und Ladesystem verknüpft ist.

Die PV-Anlage produziert rund 40.000 kWh Energie im Jahr, was für 250.000 km der elektrischen "metropol-E-Flotte" reicht. metropol-E, ist ein Projekt der Stadt Dortmund, den Technischen Universitäten Dortmund und Berlin sowie den Verkehrsexperten der PTV AG, den IT-Projektkoordinatoren Ewald Consulting GmbH & Co. KG und Konsortialführerin RWE Effizienz GmbH. Die Partner testen den Betrieb einer E-Flotte von zehn Elektrofahrzeugen und zehn Pedelecs im Einsatz bei der Stadt sowie zwei Elektrofahrzeugen im Einsatz bei Unternehmen. 

Die Photovoltaikanlage, die sich über acht Etagen der Fassade des RWE Gebäudes erstreckt, ist mit einem Batteriespeichersystem von 200 kWh Speicherkapazität im Keller des Firmengebäudes verbunden. Die Steuerung der Energieflüsse übernimmt ein für metropol-E konzipiertes und programmiertes Energie-Management-System. So laden Flottenfahrzeuge tagsüber die Fahrzeugbatterie mit Sonnenstrom. Rechnerisch würde sich auch eine Flotte von bis zu zehn E-Fahrzeugen während der Nachtstunden laden lassen. Die Leistung des Speichersystems von bis zu 50 kW ermöglicht gleichfalls die Ladung von E-Fahrzeugen an der Gleichstrom-Schnellladestation auf dem RWE-Firmengelände. Mit dieser Schnellladetechnik werden dafür ausgelegte Fahrzeuge in 30 min fast vollständig aufgeladen. Diese PV-Anlage ist die erste von insgesamt vier dezentralen Wind- und Solaranlagen, die im Projekt metropol-E über das einheitliche IT-Backend gesteuert werden.