BMW X5 xDrive40e Plug-in-Hybridgetriebe von ZF geht in Serie

Die weltweit erste Serienanwendung erlebt das neue Plug-in-Hybridgetriebe von ZF im BMW X5 xDrive40e.
Die erste Serienanwendung erlebt das neue Plug-in-Hybridgetriebe von ZF im BMW X5 xDrive40e.

ZF hat in sein 8-Gang-Automatgetriebe eine leistungsstarke Elektromaschine integriert. Auf dieser Basis wurde ein hybridisiertes Antriebssystem geschaffen, das speziell für Plug-in-Anforderungen ausgelegt ist. Dieses geht jetzt im BMW X5 xDrive40e in Serie.

Das modular aufgebaute ZF-Hybridgetriebe unterscheidet sich vom Serien-8HP durch die integrierte elektrische Maschine. Sie ist im Gehäuse nahezu bauraumneutral anstelle des Drehmomentwandlers untergebracht. In der konkreten BMW X5-Spezifikation leistet sie maximal 83 kW (113 PS) und stellt aus dem Stand 250 Nm Drehmoment bereit. Damit lässt sich das Fahrzeug rein elektrisch bis zu 120 km/h schnell sowie bis zu 31 km weit bewegen. Beim Verzögern des Fahrzeugs wird die elektrische Maschine als Generator genutzt, um die Bremsenergie in elektrische Energie umzuwandeln und die Batterie zu laden.

Mit dem Hybridgetriebe auf Basis des 8-Gang-Automatgetriebes fokussiert sich der Zulieferer auf die Plug-in-Funktion. Der Schwerpunkt bei der Entwicklung lag daher auf rein elektrischem Fahren. Hierzu muss das Schleppmoment der Trennkupplung zum Verbrennungsmotor so gering wie möglich ausfallen.

Zusätzlich wird dem Downsizing- und Downspeeding-Gedanken durch eine stark verbesserte Drehschwingungs-Entkopplung Rechnung getragen. Die Funktion des Anfahrelementes konnte verbessert und dessen Komfort erhöht werden: Um die Drehschwingungen des Verbrennungsmotors zu reduzieren, sind zwei Dämpfer installiert, wobei einer als drehzahladaptiver Dämpfer ausgeführt ist. Damit lassen sich alle gängigen Verbrennungsmotoren bereits ab Leerlaufdrehzahl ohne lästige Geräusche und Vibrationen mit hoher Last fahren.

Die Elektrische Maschine, die als permanent erregte Synchronmaschine ausgeführt wird, ist komplett in das Getriebegehäuse integriert und wird durch Öl-Nebel gekühlt.

Das integrierte Anfahrelement ist in der Lage, bis zu 550 Nm Drehmoment zu übertragen. Durch eine Vielzahl von Maßnahmen, die sich auf die Bereiche Mechanik, Hydraulik, Funktionalität und Fertigung beziehen, wurden der Komfort und die Robustheit gegenüber der Vorgängergeneration gesteigert.