Toyota Plug-In-Hybrid bringt Verbrauchsvorteile von rund 50 Prozent

Mit Plug-In-Hybriden lassen sich Kraftstoffersparnisse von rund 50 Prozent erzielen.
Mit Plug-In-Hybriden lassen sich Kraftstoffersparnisse von rund 50 Prozent erzielen.

Nach drei Jahren und mehr als vier Millionen Testkilometern hat Toyota das Plug-in-Hybrid-Demonstrationsprojekt in Straßburg abgeschlossen. Dabei konnte der japanische OEM mit seinen Projektpartnern wichtige Erkenntnisse zum Alltagseinsatz von Plug-in-Hybridfahrzeugen und zu den Effizienzvorteilen dieser Antriebstechnologie gewinnen.

Im Durchschnitt verbrauchten die Plug-in-Hybridfahrzeuge 46 Prozent weniger Kraftstoff als Fahrzeuge vergleichbarer Größe mit konventionellem Benzinantrieb. Diese Verbrauchsreduzierung ließ sich mit einer durchschnittlichen Aufladehäufigkeit von 1,1 Mal pro Tag erzielen. Dabei erbrachte das Projekt den Beweis, dass Nutzer, die ihr Fahrzeug häufiger aufladen, von einer höheren Verbrauchsreduzierung profitieren als diejenigen, die seltener aufladen. Ein Fahrer, der 1,6 Mal pro Tag die Batterie auflädt und dadurch 60 Prozent seiner Fahrten im Elektro- und 40 Prozent im Hybridmodus absolviert, erreicht einen Verbrauchsvorteil von etwa 70 Prozent im Vergleich zu einem gleich großen Fahrzeug mit Benzinantrieb. Das sorgt für eine Einsparung von 7,10 Euro pro 100 km oder – bei einer Jahresfahrleistung von 20.000 km – von 1.400 Euro pro Jahr. Zudem lässt sich der CO2-Ausstoß um bis zu 61 Prozent verringern.

Schon während der Fahrzeugentwicklung berücksichtigte Toyota erste Erkenntnisse aus dem Straßburger Feldversuch: So wurde die maximale Reichweite im Elektromodus um 25 Prozent auf 25 km erhöht. Diese Distanz deckt rund 80 Prozent aller Fahrten in Europa ab. Zudem führte der OEM einen Schalter ein, um manuell zwischen Elektro- und Hybridmodus wechseln und beispielsweise in der Stadt bewusst rein elektrisch fahren zu können. In den Tests kam außerdem immer wieder zum Ausdruck, dass die Anwender es besonders zu schätzen wissen, dass sie sich keine Sorgen um die Batteriereichweite machen müssen, weil bei entleerter Batterie stets automatisch der Hybridmodus einsetzt. Das Gewicht des Ladekabels wurde auf Basis des Nutzer-Feedbacks in Straßburg um 26 Prozent minimiert, um den Umgang mit dem Kabel zu erleichtern. Darüber hinaus wurde das Kofferraumvolumen um zehn Prozent erhöht und liegt jetzt mit 443 Litern auf dem Niveau des aktuellen Toyota Prius der dritten Generation.

Das Energieunternehmen EDF setzte im Rahmen des Testprojekts einige Features um. Dazu zählt das automatische Verschieben des Aufladevorgangs in Zeiten niedriger Stromnachfrage, um die Kosten für das Aufladen zu reduzieren. Ein Internet-basierter Kontroll-Service erlaubte es den Kunden, die durchschnittlichen Kosten pro Ladevorgang auf 0,30 Euro zu beschränken. Zudem entwickelte EDF eine Smartphone-Applikation. Mit Hilfe der App lassen sich Ladestationen in der Nähe finden und ihre aktuelle Verfügbarkeit überprüfen. Die meisten Nutzer sprachen sich darüber hinaus dafür aus, dass an den Ladestationen am Arbeitsplatz und Zuhause ein Ladekabel fest installiert sein müsste; das im Auto mitgeführte Ladekabel müsste dann nur noch in Ausnahmefällen ausgepackt werden.