Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie Nationales Innovationsprogramm zieht vorläufige Bilanz

Die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, NOW, ist verantwortlich für die Koordination und Steuerung des Nationalen Innovationprogramms.
Die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, NOW, ist verantwortlich für die Koordination und Steuerung des Nationalen Innovationprogramms.

Durch das 2006 gestartete Innovationsprogramm ist es gelungen, eine Wasserstoff-/Brennstoffzellenbranche aufzubauen, die inklusive Zulieferbetriebe aus rund 500 Industrieunternehmen besteht. Inzwischen sind auch erste Produkte am Markt erhältlich.

Im Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP), das 2006 als Zehnjahresprogramm aufgesetzt wurde, sind laut einer vorläufigen Bilanz Erfolge in der Marktvorbereitung erzielt worden. So sind nach erfolgreicher Alltagserprobung in der Clean Energy Partnership (CEP) und im Verbundprojekt Callux heute erste Brennstoffzellenfahrzeuge sowie stationäre Brennstoffzellensysteme zur Strom- und Wärmeerzeugung im kommerziellen Markt verfügbar. Ebenso gilt die Technologie heute in zahlreichen sogenannten Speziellen Märkten, wie der unterbrechungsfreien Stromversorgung im Behördenfunk (Clean Power Net) oder bei Flurförderzeugen, als ernst zu nehmende Alternative. Inklusive direkter Fördermittelempfänger und unterbeauftragter Zulieferer (auch KMU) arbeiten durch das NIP bis heute rund 500 Industrieunternehmen an der Entwicklung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie.

Durch die Arbeit in der Clean Energy Partnership (CEP) wurde es möglich, bereits in der Phase der technischen Marktvorbereitung den Aufbau von Wasserstofftankstellen zu Forschungs- und Entwicklungszwecken mit strategischen Zielen der möglichst flächendeckenden Abdeckung eines ersten Bedarfes zu verknüpfen und so den Markteintritt von CO2-frei fahrenden Brennstoffzellenfahrzeugen (mit Wasserstoff aus Erneuerbaren Energien) zu unterstützen. Aus diesem Grund koordinierte die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) aus dem laufenden NIP heraus die enge Abstimmung der beteiligten Industrie und des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), um das Programm „50 Wasserstofftankstellen für Deutschland“ aufzusetzen. Ziel ist die Versorgung der Metropolen und der Korridore dazwischen mit Wasserstoff. Derzeit sind 19 Wasserstofftankstellen in Deutschland bereits in Betrieb.

Die Arbeit im Verbundvorhaben Callux trug wesentlich dazu bei, dass schon rund 1.000 Brennstoffzellensysteme zur Strom- und Wärmeversorgung in der Hausenergie im Einsatz sind. Erste Brennstoffzellenheizgeräte sind heute in Deutschland kommerziell verfügbar. Um der Branche zu ermöglichen, den Fortgang notwendiger Demonstrationen unter Alltagsbedingungen mit dem Aufbau höherer Stückzahlen zu verbinden, wurde aus dem laufenden Programm heraus die Förderrichtlinie „Brennstoffzellen für hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen“ definiert.