Ladevorgang in der Elektromobilität Messsystem zur Ermittlung der Ladeleistung

Stecker eines Elektrofahrzeugs
Das Messsystem ist auf verschiedene Steckersysteme ausgelegt.

Wie nach einem Tankvorgang an der Tankstelle, ist nach einem Ladevorgang an der Ladesäule für die Verrechnung entscheidend, welche Menge an das Fahrzeug abgegeben wurde – egal ob Benzin, Diesel, Gas oder auch elektrische Leistung. PTB präsentiert ein Messsystem zur Überwachung des Ladevorgangs.

Wer sein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor an einer Zapfsäule betankt kann davon ausgehen, dass die Kraftstoffmenge abgerechnet wird, die auch an das Fahrzeug abgegeben wurde. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) überprüft im Vorfeld die Zapfsäulen und lässt sie zu. Die Eichämter kontrollieren zudem in regelmäßigen Abständen, ob die angegebenen Werte auch eingehalten werden.

Auch für Ladesäulen von Elektrofahrzeugen gelten die Regeln des Mess- und Eichrechts. Allerdings ist für die Überprüfung von geladener Energie an E-Ladesäulen eine geeignete Technik erforderlich. PTB präsentiert ein neues Messsystem, das die gesamte Kommunikation zwischen der Ladeeinrichtung und dem E-Fahrzeug überwacht. Eine Zeit- und Mengenmessung ermöglicht daher die genaue Ermittlung der Ladeleistung. PTB möchte das In-Kabel-Messsystem zu einem praktisch einsetzbaren Referenzmessgerät entwickeln. Hersteller, Betreiber von Ladepunkten und Eichbehörden können somit überprüfen, ob der Ladevorgang ordnungsgemäß abläuft.

Mit dem entwickelten Prototyp des In-Kabel-Messsystems wird zunächst die Überwachung von Ladepunkten mit nachfolgenden Steckersystemen bis maximal 1000 V und 125 A ermöglicht:

  • Typ 1
  • Typ 2
  • CCS Typ 2

Die Entwicklungsarbeit findet im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Forschungsprojektes DELTA statt. Ende 2018 soll das System einsatzfähig sein und auch das Know-how allen Marktteilnehmern zur Verfügung stehen.