Elektromobilität in Köln KVB plant Umstellung auf E-Busse

Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) will mehr E-Busse.
Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) will mehr E-Busse.

KVB fährt für den Umweltschutz: Bis 2021 soll der Betrieb auf bis zu sechs Bus-Linien der Stadt Köln auf E-Busse umgestellt werden. Damit will der KVB die Schadstoffbilanz der Stadt positiv beeinflussen.

Die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) wollen die E-Mobilität ihres Busbetriebs ausbauen. Bis 2021 sollen für bis zu sechs Bus-Linien weitere E-Busse angeschafft werden. Dabei werden sowohl 18 m lange Gelenkbusse, als auch 12 m lange Solobusse zum Einsatz kommen. Mit der Umstellung möchte die KVB dazu beitragen, dass sich Köln in der Schadstoffbilanz positiv entwickelt. Demnach gilt bald: Wer mit den »Öffis« fährt, unterstützt den Umwelt- und Klimaschutz.

Um welche Linien es sich bei der Umstellung handeln wird, kann die KVB noch nicht sagen, da verschiedene Linien noch auf ihre Eignung geprüft werden. Ausschlaggebend ist hierbei die Länge der jeweiligen Linie. Außerdem muss es möglich sein, an der jeweiligen Endhaltestelle die benötigte Ladeinfrastruktur aufbauen zu können. Besondere Bus-Linien, deren Linienweg durch die Kölner Innenstadt führt, sollen auf E-Mobilität umgestellt werden. Sowohl Linien im links-, als auch im rechtsrheinischen Stadtgebiet sollen berücksichtigt werden – das würde einen Erwerb von 45 bis 50 E-Bussen bedeuten.

Die KVB erhofft sich die finanzielle Förderung des Projektes durch das Land Nordrhein-Westfalen. Das ÖPNV-Gesetz des Landes ermöglicht die Förderung von Investitionsmaßnahmen zur Beschaffung von batteriebetriebenen Linienbussen des ÖPNV, zur Errichtung der dafür notwendigen Ladeinfrastruktur und zur Beschaffung erforderlicher spezifischer Werkstatteinrichtungen. Hierbei kann es sich um einen Mehrbetrag von etwa 20 Millionen Euro für den Ausbau der E-Mobilität handeln, der über die Kosten eines klassischen Ersatzes alter Busse hinausgeht. Der Mehrbedarf müsste durch das Land NRW und die KVB getragen werden. Eine weitere Förderung hatte Landesverkehrsminister Michael Groschek bei der Umstellung der Bus-Linie 133 auf E-Mobilität in Aussicht gestellt.

Seit dem 3. Dezember 2016 können die acht E-Busse der Linie 133 ihre Umweltfreundlichkeit bereits unter Beweis stellen: Sie stoßen keine umweltschädlichen Schadstoffe wie Stickoxide und Feinstaub aus. Außerdem vermeidet der Einsatz der batteriebetriebenen Busse jährlich den Ausstoß von etwa 520 Tonnen des klimaschädlichen Gases Kohlendioxid (CO2).