B2B-Plattform e-clearing Interoperabilität beim Laden von Elektrofahrzeugen

Viele Zugangsschlüssel diverser Ladesäulenbetreiber sind nicht die Lösung für eine komfortable Nutzung. E-cleaning will das ändern.
Viele Zugangsschlüssel diverser Ladesäulenbetreiber sind nicht die Lösung für eine komfortable Nutzung. E-cleaning will das ändern.

Die Datendreh­scheibe e-clearing.net soll für grenzüberschreitende Interoperabilität beim Laden von Elektrofahrzeugen sorgen. Mehr als 4.500 Ladepunkte sind bereits angeschlossen.

Die smartlab Innovationsgesellschaft mbH und die niederländische Stiftung ElaadNL haben zusammen mit Industriepartnern wie Mennekes oder E.ON die Plattform e-clearing.net auf den Markt gebracht. Ziel ist der ungehinderte und netzübergreifende Zugang zur gesamten Ladeinfrastruktur in Europa.

Die B2B-Plattform ermöglicht es allen Teilnehmern, sämtliche Daten zur Authentifizierung der Nutzer und zur Abrechnung der abgegebenen Strommengen auszutauschen. Dazu zählen sowohl die Übertragung ganzer Authentifizierungslisten als auch einzelne Autorisierungsabfragen. Neben den abrechnungsrelevanten Daten können die Marktpartner über e‑clearing.net auch Mehrwertdienstleistungen untereinander austauschen, so zum Beispiel dynamische Informationen über die Ladestationen der angeschlossenen Betreiber.

E-clearing.net basiert auf dem Open-Clearing-House-Protocol (OCHP-Protokoll), das offen für alle ist und auch außerhalb von e-clearing.net genutzt werden kann, zum Beispiel direkt zwischen einzelnen Marktpartnern.

e-clearing.net ist hervorgegangen aus zwei Forschungsprojekten, die sich mit der Rolle der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) für Elektromobilität beschäftigt haben. Auf deutscher Seite war es Bestandteil des vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Leuchtturmprojekts „econnect Germany“. In den Niederlanden hat die Netherlands Enterprise Agency (Rijksdienst voor Ondernemend Nederland) das Projekt finanziell unterstützt.