Forschungsprojekt INEES Flottenversuch mit SchwarmStrom-Elektrofahrzeugen

Volkswagen stellt 20 e-up! für einen einjährigen Flottenversuch im Projekt INEES zur Verfügung.
Volkswagen stellt 20 e-up! für einen einjährigen Flottenversuch im Projekt INEES zur Verfügung.

Für das Forschungsprojekt INEES starteten kürzlich 20 Volkswagen e-up! in einen einjährigen Flottenversuch, die nicht nur Strom laden, sondern Energie auch durch intelligente Ladetechnik und Software zurück in das Stromnetz liefern können. So könnten Elektrofahrzeuge gemeinsam einen verbrauchsnahen Stromspeicher signifikanter Größe bilden.

Im Rahmen des Forschungsprojektes „Intelligente Netzanbindung von Elektrofahrzeugen zur Erbringung von Systemdienstleistungen" werden 20 Volkswagen e-up! in den kommenden sechs Monaten in Hinsicht auf intelligentes Laden mit SchwarmStrom getestet. In einer von Volkswagen für das Projekt entwickelten App kann der Nutzer seine Fahrten planen und festlegen, welchen Anteil seiner Fahrzeugbatterie er für den Energiemarkt freigeben möchte. Für die freigegebene Batteriekapazität erhält der Nutzer eine SchwarmStrom-Prämie.

Die IT-Plattform „SchwarmDirigent" des Projektpartners LichtBlick bildet dabei die zentrale Schnittstelle zwischen Stromnetz und Fahrzeug-Pool. So werden die Batterien der Elektrofahrzeuge zu einer virtuellen Großbatterie zusammengefasst und intelligent in den Strommarkt eingebunden. Damit bewerkstelligt die Software die Vermarktung der gepoolten Leistung als sogenannte „Sekundärregelenergie" zur Stabilisierung des Stromnetzes. Die vom OEM im Rahmen des Projekts entwickelte Intelligenz im Fahrzeug sorgt dafür, dass in der Hochvoltbatterie immer mindestens die vom Nutzer gewünschte Energie vorrätig ist.

Der Projektpartner SMA Solar Technology AG hat hierzu die Sunny Wallbox entwickelt, eine bidirektionale Ladestation für den Heimbereich. Bei den Testkunden installiert, bindet sie die Fahrzeuge über die CCS-Ladeschnittstelle mit einer Leistung von 10kW an das Stromnetz an. Damit können die für den Flottenversuch involvierten e-up! Strom laden und auch ins Netz zurückspeisen. Das Fraunhofer Institut IWES begleitet den Flottenversuch durch ausgewählte Messreihen und Simulationsrechnungen.

Nach Ablauf von 6 Monaten werden die Fahrzeuge an eine zweite Gruppe Testkunden übergeben, um die Untersuchungen statistisch weiter zu untermauern.