Trends 2014 Elektromobilität auf der CES

Die Stadt des Glückspiels lockte Anfang Januar mit verblüffenden Neuigkeiten im Bereich der Automobilelektronik. Auch Elektromobilität war ein wichtiges Thema.
Viva Las Vegas: Die Stadt des Glückspiels lockte Anfang Januar mit verblüffenden Neuigkeiten im Bereich der Automobilelektronik. Auch Elektromobilität war ein wichtiges Thema.

Vom 07.bis 10.Januar 2014 gab es in Las Vegas viele neue Automotive-Produkte zu sehen. Vor allem im Bereich Elektromobilität konnten Hersteller, wie Audi oder Ford interessante Themenverknüpfungen zeigen.

Audi zeigt die Technikstudie Sport Quattro Laserlight Concept. Sie soll an den klassischen Sport Quattro von 1983 erinnern und zugleich mit den jüngsten Technologien der Marke beim Plug-in-Hybridantrieb, bei Bedienung und Anzeige sowie in der Lichttechnologie in die Zukunft weisen.

Der Plug-in-Hybridantrieb verleiht dem Konzeptfahrzeug seine Dynamik. Die Systemleistung beträgt 515 kW / 700 PS, das Systemdrehmoment 800 Nm. Sie gelangen über eine modifizierte Acht-Stufen-Tiptronic auf den Quattro-Antriebsstrang, der ein Sportdifferenzial an der Hinterachse mitbringt. Im Mittel begnügt sich das Showcar nach der einschlägigen Verbrauchsnorm mit 2,5 Litern Kraftstoff pro 100 km, entsprechend einer eine CO2-Emission von 59 Gramm pro km.

Als Verbrennungsmotor dient ein Vierliter-V8 mit Biturbo-Aufladung; er mobilisiert 412 kW / 560 PS und 700 Nm Drehmoment. Das System Cylinder on Demand (COD), das bei Teillast vier Zylinder stilllegt, und ein Start-Stopp-System machen den Achtzylinder sehr effizient. Zwischen dem 4.0 TFSI und dem Getriebe ist ein scheibenförmiger Elektromotor platziert, der 110 kW / 150 PS und 400 Nm abgibt. Er bezieht seine Antriebsenergie aus einer Lithiumionen-Batterie im Heck, die 14,1 kWh speichert – genug für bis zu 50 km elektrische Fahrstrecke. Zum Laden dient eine Audi-Wallbox, die für optimale Energiezufuhr sorgt.

Ein intelligentes Management regelt das Zusammenspiel der Motoren nach Bedarf. Der Fahrer kann zwischen drei Modi umschalten. Im EV-Modus arbeitet allein der Elektromotor, mit seinem hohen Drehmoment treibt er das Showcar auch außerhalb der Stadt kräftig an. Das aktive Fahrpedal signalisiert dem Fahrer mit einem sich verändernden Widerstand den Übergang in den Hybridmodus, so dass er ihn bewusst steuern kann. Der Fahrer kann die Betriebsstrategie über die Hold- und Charge-Funktion im MMI gezielt beeinflussen, etwa, wenn er für die letzten Kilometer am Zielort elektrische Energie zur Verfügung haben möchte. Das Fahrdynamiksystem Drive Select hält weitere Regelmöglichkeiten bereit. Den einzelnen Fahrprofilen sind unterschiedliche Stufen der Rekuperation zugeordnet.

Ford stellt ein Konzeptfahrzeug mit Solar-Stromversorgung aus. Der Ford C-Max Solar Energi Concept soll die große Reichweite eines Plug-in-Hybrids mit der Unabhängigkeit vom Stromnetz kombinieren - die Batterie wird über Solarmodule geladen. Laut Ford soll der C-Max Solar Energi Concept mit einer Fresnel'schen Linse ähnlich einem großen Brennglas durch die täglichen Sonnenstrahlen so viel Energie bekommen wie bei einer vierstündigen Aufladung am Stromanschluss. Nach Angaben des OEM verbraucht das Modell 2,4 l Kraftstoff pro 100 km. So könne das Solar-Auto rund vier Tonnen Treibhausgase pro Jahr im Vergleich zu einem durchschnittlichen Wagen einsparen, erklärte das Unternehmen. Das Solar-Hybrid-Projekt betreibt Ford gemeinsam mit dem Georgia Institute of Technology und der kalifornischen Firma SunPower Corp, die die Solarmodule herstellen.

Elektrobit unterstützt die Universität von Sherbrooke in Quebec bei der Entwicklung eines neuen Elektrofahrzeugs, das Technologien für autonomes Fahrens einsetzt. Bei der Konstruktion des Konzeptfahrzeugs spielt die Software des Herstellers eine wichtige Rolle, mit Hilfe der Entwicklungsplattform EB GUIDE 5.5 integrierte das Projektteam aus Elektronik- und Informatikstudenten zahlreiche intuitive Benutzeroberflächen in das Fahrzeug.

„Ein leistungsfähiges Infotainmentsystem ist der Schlüssel für den Erfolg jedes Elektroautos“, betont Martin Schleicher, Vice President Automotive Strategy und Infotainment Products bei Elektrobit. Nur durch die Kombination von Fahrzeugdaten, zum Beispiel dem Batteriestatus, mit anderen Informationen, wie etwa Navigationsdaten, ist intelligentes und wirklich umweltschonendes Ressourcenmanagement möglich. „Mit EB GUIDE 5.5 verfügt das VUE-Team über die perfekten Werkzeuge zur Entwicklung eines HMI-Systems, das eine intuitive Interaktion zwischen Fahrer und Fahrzeug ermöglicht. Gleichzeitig lassen sich dynamische Inhalte integrieren, um sicherzustellen, dass die Systeme immer auf dem aktuellen Stand sind.“

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Elektromobilität auf der CES 2014

Trendthemen gehen immer mehr ineinander über.