Continental Elektrifizierung nach Maß und Wirtschaftlichkeit

"Elektrifizierung nach Maß“ erlaubt es, existierende Fahrzeuge/Segmente in fein abgestuften Umfängen an den Bedarf des Nutzers nach Elektrifizierung anzupassen.
"Elektrifizierung nach Maß“ erlaubt es, existierende Fahrzeuge/Segmente in fein abgestuften Umfängen an den Bedarf des Nutzers nach Elektrifizierung anzupassen.

Die Elektrifizierung des Fahrzeugs wird zunehmend wichtiger, muss aber wirtschaftlich sein: Vielfältige Formen der Hybridisierung erschließen Potentiale zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und des Kundennutzens, so das Fazit von Continental auf dem Wiener Motorensymposiums. Für „Clean Power“ spielt auch der Benzinmotor noch eine wichtige Rolle, weil sich hier noch enormes Einsparpotential zeigt.

Continental hat anlässlich des 34. Internationalen Wiener Motorensymposiums einen Ausblick bis 2020 auf Lösungen gegeben, die unter dem Leitbegriff „Clean Power“ zukünftige Fahrzeuge effizient, umweltfreundlich und leistungsfähig machen sollen. Vor allem im Ottomotor mit Direkteinspritzung (DI) sieht der Automobilzulierfer noch großes Potential und entwickelt deshalb Komponenten und Motorsteuerkonzepte für diese Konfiguration weiter. Eine zunehmende Herausforderung ist dabei das Spannungsfeld zwischen CO2-Ausstoß und Partikelanzahl. Im Hinblick auf die kommende Norm Euro 6c ab September 2017 wird es wohl mehr DI Ottomotoren mit einem Einspritzdruck in der Spanne zwischen 200 und 400 bar mit Injektoren in seitlicher und zentraler Lage geben. Weitere Fortschritte sollen moderne Turbolader bieten, bei der das ausgezeichnete dynamische Verhalten verbessert wird, was hilft, den Ottomotor sparsamer zu machen und gleichzeitig zur Steigerung des Fahrspaßes beiträgt.

Gleichzeitig stellen Sensoren beispielsweise Zylinderdrucksensoren, Hochtemperatursensoren für den Abgasstrang oder zum Schutz des Turboladers, sowie NOx-und Rußpartikelsensoren sicher, dass das Motorsteuerungssystem die notwendigen Informationen bekommt, um die Kontrollstrategie mit der notwendigen Präzision umzusetzen.

Heute läuft der Verbrennungsmotor oft in Betriebssituationen, in denen er für den Vortrieb des Fahrzeugs nicht zwingend erforderlich ist. Konsequente Optimierung würde bedeuten, ihn in solchen Phasen abzuschalten. Elektrifizierung wird genau dazu einen wesentlichen Beitrag leisten können. Bei der Hybridisierung geht Continental pragmatisch vor: Zunächst soll das 12-V-Bordnetz optimal ausgeschöpft werden. Bei höherem Leistungsbedarf kommen 48 V als zweite Spannungslage hinzu. Dazu verfügt das Unternehmen über ein 48-V-System, das einen wirtschaftlich dimensionierten Li-Ion-Akku mit beispielsweise 10 Ah einschließt. So lassen sich viele Mild-Hybrid-Funktionen darstellen, aber ohne Hochvolttechnik und zu marktgerechten Kosten. Anders als bei den kostenintensiven Voll-Hybriden muss beim 48-V-System nicht in die Motor- und Getriebekonfiguration eingegriffen werden, so dass diese Technologie auch für kleinere Fahrzeugmodelle kosteneffizient darstellbar ist.