TU Wien präsentiert Planetenmotor Einstufiges Planetengetriebe als neues Antriebskonzept

Elektrischer Planetenmotor der TU Wien
Elektrischer Planetenmotor der TU Wien

Die TU Wien präsentiert einen neu-entwickelten Elektroantrieb. Der elektrische Planetenmotor soll sich durch Leistungsdichte, Energieeffizienz, Einfachheit und Ausfallsicherheit auszeichnen. Motor und Getriebe können in einer Einheit zusammengefasst werden.

Auf der diesjährigen Hannover Messe zeigt die TU Wien auf dem »Advantage Austria«-Stand den elektrischen Planetenmotor. Das Motorenkonzept ermöglicht die Kombination aus Motor und Getriebe – in einer Einheit.

Die erste Überlegung bei der Entwicklung war, wie mehrere Elektromotoren kombiniert werden können. Bei näheren Analysen wurde dann erkannt, dass durch die geschickte Anordnung der Maschinen sogar unbewegte Teile eingespart werden können. Das Ergebnis sind eine kompakte Bauweise und ein erhöhter Wirkungsgrad.

Das Antriebskonzept basiert auf vier Rotoren, die mechanisch gekoppelt sind:

  • zwei treiben einen großen innen-gezahnten Zahnkranz an
  • die anderen beiden treiben – in entgegengesetzter Richtung – ein kleines außen-gezahntes Rad an

Das dabei entstehende Bild erinnert an das einstufige Planetengetriebe – der Name »Planetenmotor« war geboren. Die Anforderungen an die Peripherie hinsichtlich Steuerung und Stromversorgung  sind vergleichbar zu einem herkömmlichen Synchronmotor.

Professor Manfred Schrödl der TU Wien ist mit dem ersten Prototypen sehr zufrieden: »Er ist nicht nur extrem kompakt, man kann auch bei gleicher Umfanggeschwindigkeit der Rotoren die doppelte Leistung erzielen, verglichen mit konventionellen Maschinen.«

Neben der Elektromobilität kann der elektrische Planetenmotor in unterschiedlichen Anwendungsfällen und -branchen, wie beispielsweise auch dem Maschinen- und Anlagenbau, zur Anwendung kommen.

Die Hannover Messe 2017 findet vom 24. bis 28. April 2017 statt.