Feldtest im Saarland Einfache Systemsteckdosen statt teurer Ladestationen

Im Saarland wird seit Mitte November eine innovative und kostengünstige Lade-Infrastruktur für Elektroautos erprobt – mit mobilen Zählern und einfachen Systemsteckdosen statt teurer Ladestationen.

Herzstück des Feldversuchs sind die intelligenten Ladekabel mit eingebautem Stromzähler und die Systemsteckdosen, die im Rahmen des Forschungsprojektes „On-Board-Metering“ unter Förderung des Bundeswirtschaftsministeriums entwickelt wurden. Projektpartner sind unter anderem das Berliner Unternehmen ubitricity, die PTB (Physikalisch Technische Bundesanstalt) und die Voltaris GmbH.

Teure Mess- und Kommunikationstechnik wird nicht mehr an jedem Ladepunkt benötigt, sondern nur einmal pro Fahrzeug. Die Infrastrukturleistung reduziert sich damit auf den Aufbau von preisgünstigen Systemsteckdosen. Energiewirschaftliches Neuland wird dabei mit dem mobilen Zähler betreten. Diese mobilen Zähler kommunizieren während des Ladevorgangs mit der Systemsteckdose und einer Leitstelle. Die Messdaten werden für Verbraucher und Infrastrukturanbieter in einem Werbportal transparent dargestellt. Die Fernauslesung der Daten und Verarbeitung sowie die Integration in die energiewirtschaftlichen Prozesse ist dabei Aufgabe von Voltaris.

In der staatlich anerkannten Prüfstelle für Elektrizitätsmessgeräte bei Voltaris werden die eingesetzten Zählerprototypen in regelmäßigen Zeitabständen messtechnisch überprüft, damit beim Feldtest auch richtig gemessen wird.