eCarTec 2014 Eine Million Elektroautos bis 2020 – ist das noch realistisch?

Von Elektrofahrzeugen, Scootern und Pedelecs, über Energiespeicher, Antriebskonzepte und Elektronik bis hin zur Infrastruktur und Mobilitätskonzepte - um das E wie Elektromobilität dreht sich diese Woche in München vieles.
Von Elektrofahrzeugen, Scootern und Pedelecs, über Energiespeicher, Antriebskonzepte und Elektronik bis hin zur Infrastruktur und Mobilitätskonzepte - um das E wie Elektromobilität dreht sich diese Woche in München vieles.

Am 21. Oktober 2014 öffnete die Elektromobilitätsmesse eCarTec Munich zum sechsten Mal in Folge in der bayerischen Landeshauptstadt ihre Pforten. Bis morgen will sie die gesamte Wertschöpfungskette der Elektromobilität in vier Themenschwerpunkten widerspiegeln. Doch wohin führt die emissionsfreie Reise?

Unter dem Themenschwerpunkt »Powertrain & Electronics«, präsentieren sich unter anderem Anbieter von Elektromotoren, Leistungselektronik, Steuerungen, Wechseltrichtern und Kabelbäumen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Themenbereich »Energy Storage«, der Produktlösungen und Innovationen im Batterie- und Batteriekomponenten-Bereich zeigt. Dass Elektro- und Hybrid-Mobilität noch sehr viel mehr beinhaltet als die Entwicklung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen demonstriert der Themenkomplex »Energy & Infrastructure«. Er gibt einen Überblick über zukunftsfähige Energiemodelle und aktuelle Entwicklungen im Bereich Schnell- und Induktivladung. Der Ausstellungsbereich »Electric Vehicles« bildet die komplette Bandbreite der Elektrofahrzeuge ab, von E-Rollern und -Motorädern, über elektrisch betriebene Pkws bis hin zu Elektro- und Hybrid-LKWs und -Bussen.

Auch in diesem Jahr wurde wieder der eCarTec-Award verliehen. Den Preis gab es in den Kategorien »Electric Vehicle«, »Energy & Infrastructure«, »Energy Storage«, »Powertrain & Electronics«, »Product Concept / Vision« sowie »Sustainable Mobility Concept«. Der Award ging an folgende Firmen:

Doch den einen oder anderen Kritikpunkt gab es selbstverständlich auch: „So wie Deutschland im Moment unterwegs ist, wird das mit 1.000.000 Elektrofahrzeugen bis 2020 nicht funktionieren“, ist sich zum Beispiel Prof. Dr. Andreas Knie vom Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichem Wandel sicher. Ohne Anreize für Privatkäufer und Flottenbetreiber wird sich Elektromobilität nicht durchsetzen, zumindest nicht in dem Maße wie gewünscht. Die Frage, wie sich die eCarTec Munich 2015 im verflixten siebten Jahr präsentieren wird, bleibt auch spannend. Beispielsweise haben die Veranstalter im Frühjahr 2014 in Frankreich die eCarTec Paris abgesagt. Zwar hieß es, man will dafür das Potenzial der Messe in München forcieren. Das wird die Messe im nächsten Jahr beweisen müssen.

Bilder: 18

eCarTec 2014

Überblick über das Messegeschehen.