Elektromobilität Drahtloses Laden funktioniert auch während der Fahrt

Das drahtlose Laden elektrischer Fahrzeuge per Induktion ist fest ebenso effizient möglich wie mit Kabel. Das ist das Ergebnis einer zweieinhalb Jahre währenden Untersuchung des belgischen Forschungszentrum „Flanders’ DRIVE“.
Das drahtlose Laden elektrischer Fahrzeuge per Induktion ist fest ebenso effizient möglich wie mit Kabel. Das ist das Ergebnis einer zweieinhalb Jahre währenden Untersuchung des belgischen Forschungszentrum „Flanders’ DRIVE“.

Drahtloses Laden funktioniert, und zwar sowohl im Stand als auch während der Fahrt. Das ist das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie der belgischen Initiative „Flanders’ DRIVE“.

Das drahtlose Laden elektrischer Fahrzeuge per Induktion ist fest ebenso effizient möglich wie mit Kabel. Das ist das Ergebnis einer zweieinhalb Jahre währenden Untersuchung des flämischen Forschungszentrum „Flanders’ DRIVE“. Beteiligt waren neun Unternehmen (darunter NXP, Volvo und Bombardier) und zwei Universitäten.

Für die Untersuchung wurden einerseits Systeme für drahtloses Laden in einem Auto und einem Bus integriert und andererseits in einer Ladestelle bei Flanders’ DRIVE und in der Fahrbahndecke eines Stücks der N769 in Lommel, das als Teststrecke diente.

Renilde Craps, Direktorin von Flanders’ DRIVE: “Die Effizienz der bei der Untersuchung verwendeten  induktiven Ladesysteme  liegt durchschnittlich über 90 Prozent, und zwar sowohl für das Laden im Stand als auch während der Fahrt bis zu 70 km/h.“ Das Magnetfeld, das bei der drahtlosen Ladung entsteht, sei sicher zu beherrschen. 

Ein induktives System zum drahtlosen Laden von elektrischen Fahrzeugen besteht aus 2 Teilen. Ein Teil befindet sich auf der Unterseite des Fahrzeugs. Der andere Teil befindet sich auf der Fahrbahndecke oder im Boden einer Ladestelle. Wenn beide Teile übereinander liegen, wird das Fahrzeug drahtlos aufgeladen.

Untersucht wurden zwei induktive Ladesysteme: eines, das ein elektrisches Auto in sieben Stunden auflädt sowie ein Schnelladesystem, das in einer Stunde auflädt. Beides mal erfolgt das Laden des Fahrzeugs gänzlich automatisch und beginnt, sobald der Lenker sein Fahrzeug auf einer Ladestelle geparkt hat.

Auch das Laden von Bussen im Stand und in Fahrt war Gegenstand der Untersuchung. Beide Anwendungen funktionieren effizient, sowohl bei einer Fahrbahndecke aus Beton als auch aus Asphalt, wo bei, so Craps, „selbstverständlich besondere Aufmerksamkeit für die Positionierung des Busses auf der Straße“ notwendig gewesen sei.

An dem Projekt waren Bombardier, Energy ICT, Infrax, Inverto, die Katholische Universität Leuven, Mobistar, NXP, OCW, Van Hool, Volvo  und die Freie Universität Brüssel beteiligt.