Bicar Die goldene Mitte zwischen Auto und Fahrrad

Nicht nur wegen seiner Farbe fällt das Bicar sofort auf.
Nicht nur wegen seiner Farbe fällt das Bicar sofort auf.

Platzsparend, wendig und umweltfreundlich wie ein Fahrrad, komfortabel, wettergeschützt und angetrieben wie ein Elektroauto: Das dreirädrige Fahrzeug Bicar wurde an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW entwickelt, die nun eine Testflotte aufbauen möchte.

Das interdisziplinäre Forschungsteam der ZHAW School of Engineering, das für die Entwicklung des elektrisch angetriebenen Bicars verantwortlich war, hat vor kurzem den ersten Prototyp vorgestellt. Auffällig sind seine goldene Haube und die darin eingelassene bauchige Windschutzscheibe, die sicherstellen, dass der Fahrer auch bei Regen und Wind trocken von A nach B gelangt. Unter dem Chassis befinden sich drei Räder, die sich in Kurven zusammen mit dem ganzen Fahrzeug zur Seite neigen. Das und die erhöhte Sitzposition des Lenkers sollen für mehr Sicherheit im Stadtverkehr sorgen.

Das Bicar ist als Sharing-Fahrzeug konzipiert. Die Entwickler habe daher auf eine intuitive Bedienung, die Ergonomie für Personen unterschiedlicher Größe sowie ein platzsparende Fahrzeugdesign geachtet: Auf einem herkömmlichen Parkplatz finden bis zu acht Bicarss Platz, was für Anbieter von Sharing-Fahrzeugen klare Vorteile bietet. Die Reichweite des Dreirads beträgt 20 Kilometern, die maximale Geschwindigkeit rund 30 km/h.

Bicar dient als offene Forschungsplattform, an der Interessierte neue Ideen und Konzepte entwickeln, testen und in der Praxis erproben können. Ab 2017 soll eine Testflotte mit 20 Fahrzeugen in Betrieb genommen werden.