Mit dem Audi lunar quattro auf zum Mond Deutsche Raumfahrer planen Raketenstart im Jahr 2017

Der Audi lunar quattro hat inzwischen umfangreiche Belastungstests absolviert.
Der Audi lunar quattro hat inzwischen umfangreiche Belastungstests absolviert.

Schon Ende 2017 will das deutsche Raumfahrt-Team „Part-Time Scientists“ zum Mond aufbrechen. Mit dabei: der Mond-Rover Audi lunar quattro.

Die Part-Time Scientists und Audi vermelden gleich zwei neue Fortschritte. Erstens ist die Entwicklung des Mondfahrzeugs Audi lunar quattro abgeschlossen und zweitens hat das deutsche Raumfahrt-Team Part-Time Scientists über Spaceflight einen Flug mit einer Trägerrakete zum Mond gebucht.

Bereits seit dem Frühjahr 2015 sind Audi und die deutsche Ingenieur-Gruppe Part-Time Scientists Kooperationspartner. Das gemeinsame Ziel war von Anfang an, die Kompetenzen beider Partner zusammenzubringen, um im Rahmen des Wettbewerbs Google Lunar XPrize einen Rover auf dem Mond fahren zu lassen.

Eine Gruppe von 16 Audi-Experten unterstützt die Ingenieure seitdem mit Know-how und hat den Rover für die Mondmission optimiert. Eingeflossen sind insbesondere die quattro-Erfahrung, die Leichtbau-Kenntnisse sowie die Kompetenz bei e-tron und Design.

In den vergangenen Monaten arbeiteten die Audi-Experten an der intelligenten Allradverteilung des Rovers. Sie optimierten seine Hochleistungselektronik und brachten ihr Wissen zum Thema pilotiertes Fahren ein.

Zusätzlich schafften sie es, das Gewicht des Mond-Rovers durch einen verbesserten Materialmix und mit Hilfe von 3D-AluminiumDruck von 38 auf 30 kg zu reduzieren. In Tests – zum Beispiel in der Audi-Sonnensimulationskammer – wurden außerdem die  extremen Bedingungen auf dem Mond nachgestellt und die Tauglichkeit der Rover-Komponenten geprüft. Auf dem Mond soll sich der Audi lunar quattro mit Hilfe von vier Kameras orientieren, mit denen er Gegenstände untersuchen sowie 3D-Aufnahmen und 360°-Bilder machen kann.