Kompatibilität von Auto und Ladesäule Conformance Tester von FKFS überprüft Ladekommunikation

Die Kommunikation zwischen Elektrofahrzeug und Ladesäule überprüft der Conformance Tester von FKFS.
Die Kommunikation zwischen Elektrofahrzeug und Ladesäule überprüft der Conformance Tester von FKFS.

Der Ladevorgang zählt nach wie vor zu den großen Bedenken der Elektromobilität. Ärgerlich, wenn das Elektroauto an der Ladesäule nicht geladen wird, obwohl Auto und Ladesäule augenscheinlich in Ordnung sind. Der Conformance Tester von FKFS überprüft nun die Ladekommunikation.

Nutzer eines E-Fahrzeugs gehen davon aus, dass sie an jeder beliebigen Ladesäule ihr Elektroauto aufladen können. Leider funktioniert das manchmal nicht. Oft ist dann nicht klar, ob es sich um eine Fehlfunktion von Fahrzeug oder Ladesäule handelt. Möglich wäre allerdings auch, dass die Ursache in der Unverträglichkeit zwischen Ladesäule und E-Fahrzeugen liegt.

Die Schnittstelle zwischen Ladesäule und Fahrzeugbatterie ist klar definiert und die Kommunikation in der ISO 15118 normiert. Das Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS) präsentierte auf der EVS30 (Electric Vehicle Symposium) in Stuttgart den Conformance Tester, der die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladesäule überprüft.

Conformance Tester überprüft Ladekommunikation

Ein Ladevorgang funktioniert, wenn sowohl Fahrzeug wie auch Ladesäule der Norm ISO 15118 genügen. Um die Konformität im Vorfeld zu prüfen, hat das FKFS nun den Conformance Tester entwickelt. Das Analyse-Tool begibt sich virtuell in die Rolle des aufladenden Elektrofahrzeugs wie auch der Ladestation und kann daher sowohl vom Automobilhersteller wie auch vom Ladestation-Hersteller eingesetzt werden. Die Software des Analyse-Geräts durchläuft automatisierte Testfälle, die im Hinblick auf Spannungslagen, Stromstärken und Signale variieren.

Das System, das auf der EVS30 präsentiert wurde, wird aktuell bereits weiterentwickelt. Dabei spielt neben der Ladekommunikation im Hinblick auf den Ladestrom ein weiterer Aspekt eine wichtige Rolle – die Abrechnung und Bezahlung des Ladestroms, der die vertrauliche Übertragung von Sicherheitszertifikaten erforderlich macht.

Im Auftrag von DEKRA entwickelte das FKFS zudem ein Verfahren zur schnellen Zustandsermittlung von Batterien – eine der Voraussetzungen für die Restwertermittlung von reinen E-Fahrzeugen.