400 Millionen Investitionen in Elektromobilität Bosch eröffnet Forschungscampus Renningen

Dr. Thorsten Ochs arbeitet in der zentralen Forschung und Vorausentwicklung von Bosch in Renningen bei Stuttgart an der Batterie der Zukunft.
Dr. Thorsten Ochs arbeitet in der zentralen Forschung und Vorausentwicklung von Bosch in Renningen bei Stuttgart an der Batterie der Zukunft.

Auf 110.000 m2 hat Bosch in Renningen einen Forschungscampus errichtet, der der neue Knotenpunkt weltweiter Aktivitäten in der Forschung und Vorausentwicklung sein wird. Dort forscht der Zulieferer unter anderem an Batterien, die längeres Fahren ohne Aufladen ermöglichen und gleichzeitig weniger kosten.

Bosch erwartet, dass in zehn Jahren weltweit rund 15 Prozent aller Neufahrzeuge einen elektrifizierten Antrieb haben. Deshalb investiert der Zulieferer 400 Millionen Euro jährlich in die Elektromobilität.

Wie die nötigen Fortschritte in der Batterietechnik gelingen sollen, erklärt Dr. Thorsten Ochs, Leiter des Forschungsbereichs Batterietechnologie, am neuen Bosch-Forschungscampus Renningen: »Für die breite Akzeptanz der Elektromobilität benötigen wir eine nutzbare Energie von 50 kWh bei einem Mittelklassefahrzeug.« Würde man das mit klassischen Bleibatterien schaffen wollen, so kämen die Speicher selbst ohne Verkabelung und Halterung auf ein Gewicht von 1,9 t. So viel wiegen heutige Mittelklasse-Limousinen mit Insassen und Gepäck. Eine herkömmliche Bleibatterie, wie sie heute in fast jedem Auto steckt, um den Anlasser mit Strom zu versorgen, speichert bei einem Gewicht von 19 kg eine Energie von 0,5 kWh – also vergleichsweise wenig.

Am Forschungszentrum in Renningen arbeiten rund 1.200 Beschäftigte an neuen Materialien, Methoden und Technologien und entwickeln neue Systeme, Komponenten und Fertigungsprozesse.