Batterieforschung Battery LabFactory Braunschweig eröffnet

TU-Präsident Prof. Jürgen Hesselbach, BLB-Sprecher Prof. Arno Kwade und die Nieders. Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Gabriele Heinen-Kljajić
TU-Präsident Prof. Jürgen Hesselbach, BLB-Sprecher Prof. Arno Kwade und die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Gabriele Heinen-Kljajić.

Zukünftige Batteriezellen und deren Herstellung zu erforschen, ist das Ziel der Battery Labfactory Braunschweig (BLB) an der TU Braunschweig, die nun feierlich in Betrieb genommen wurde.

Insbesondere die Entwicklung neuer Herstellungsprozesse für heutige Lithium-Ionen-Batteriezellen sowie von Fertigungsprozessen für neue Batteriegenerationen wie Solid-State-Batterien oder auch Lithium-Schwefel-Batterien ist das Ziel der Battery Labfactory Braunschweig.

Vier Millionen Euro sind über ein EFRE-Projekt des Landes Niedersachsen mit Mitteln der Europäischen Union und Eigenmitteln der TU Braunschweig in das Zentrum investiert worden. Weitere fünf Millionen Euro hat die TU Braunschweig selbst aufgebracht und über Projektmittel des Bundes zur Herrichtung des Gebäudes und zur Finanzierung von Anlagen eingeworben.

Die organisatorisch in das Niedersächsische Forschungszentrum Fahrzeugtechnik (NFF) integrierte BLB bildet die vollständige, flexibel gestaltbare Prozesskette mit hochmodernen Fertigungsanlagen für Lithium-Ionen-Batteriezellen ab. Die BLB untersucht dabei nicht nur die Batteriezellproduktion, sondern den gesamten Lebenszyklus einer Batterie:

  • von der Materialherstellung und -konditionierung
  • über die Elektroden-, Zell-, Modul- und Systementwicklung und -fertigung
  • bis zur Integration und Nutzung im Fahrzeug,
  • dem Recycling der Batteriesysteme und
  • der Rückführung der Wertstoffe in den Kreislauf.

Die BLB ist unter anderem eine der tragenden Säulen in den bereits bestehenden Forschungsverbünden GEENI und FABENO. GEENI, das Graduiertenkolleg Energiespeicher und Elektromobilität Niedersachsen, widmet sich übergreifend der Frage, wie Mobilität ohne fossile Brennstoffe gewährleistet werden kann. FABENO ist der Kurzname der Forschungsallianz Batterie & Elektrochemie Norddeutschland e.V.. Der Verbund will wesentlich zum Ziel des Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität der Bundesregierung beitragen. Deutschland soll zum Leitanbieter und Leitmarkt für Elektromobilität werden und die Führungsrolle in der Wissenschaft sowie der Automobil- und Zulieferindustrie einnehmen, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen.