Bussysteme Latente Fehler in CAN- und FlexRay-Bussystemen untersuchen

In Fahrzeugen werden sicherheitskritische Anwendungen zumeist über CAN- oder FlexRay-Bussysteme vernetzt.
In Fahrzeugen werden sicherheitskritische Anwendungen zumeist über CAN- oder FlexRay-Bussysteme vernetzt.

In modernen Straßenfahrzeugen erfolgt die Vernetzung sicherheits­relevanter Anwendungen vorwiegend über CAN- und FlexRay-Bussysteme. Diese zwei Bussysteme wurden längst vor der Veröffentlichung der Norm ISO 26262 zur funktionalen Sicherheit von Straßenfahrzeugen spezifiziert. Während nur einfache Fehler in den CAN- und FlexRay-Spezifikationen angenommen werden, zieht ISO 26262 ­zusätzlich latente Fehler in Betracht. Daher ist eine Untersuchung ­potenzieller latenter Fehler in CAN-und FlexRay-Bussystemen ­ von großem Interesse.

Elektrische, elektronische und programmierbare Systeme werden bekanntlich als sicherheitsrelevant eingestuft, wenn ein Fehler bei der Durchführung der vorgesehenen Funktionen eine Gefährdung des Lebens oder eine Schädigung der Umwelt hervorrufen kann. Mit der stetig wachsenden Komplexität von elektronischen und Software-basierten Funktionen in Straßenfahrzeugen steigt auch der Anteil von sicherheitsrelevanten eingebetteten Systemen, in denen systematische Fehler vermieden sowie die Auswirkungen systematischer und zufälliger Fehler beherrscht werden müssen. Hierbei muss das zu erwartende Risiko bis zu einem akzeptablen Maß gesenkt werden.
Seit über drei Jahrzehnten spielt diese Anforderung der funktionalen Sicherheit eine sehr wichtige Rolle bei der Entwicklung eingebetteter Automotive-Systeme. In der Vergangenheit waren das Verständnis und die Implementierung der funktionalen Sicherheit inhomogen zwischen den Automobilherstellern und deren Zulieferern. Mit der Einführung der ISO 26262 zur funktionalen Sicherheit von elektrischen, elektronischen und programmierbaren Systemen in Personenkraftwagen verfügen Automobilhersteller und Zulieferer über eine klare Definition der Vorgehensweisen und der in der Entwicklung und Produktion anzuwendenden Methoden, um die Sicherheitsanforderungen in einem für die Automobilbranche typischen Lebenszyklus erfüllen zu können.