Rechnergestützte Forschungsarbeit VW und Google setzen Quantencomputer ein

Weiterentwickelte Verkehrsoptimierung mit zahlreichen Variablen.
Quantencomputer soll weiterentwickelte Verkehrsoptimierung mit zahlreichen Variablen ermöglichen.

Volkswagen und Google haben auf dem »Web Summit 2017« eine Zusammenarbeit im Bereich Quantencomputing bekanntgegeben. Beide Unternehmen forschen gemeinsam auf einem Google-Quantencomputer, der komplexe Aufgaben schneller lösen kann beziehungsweise überhaupt erst eine Lösung ermöglicht.

Volkswagen und Google haben auf der Technologiekonferenz »Web Summit 2017« in Lissabon eine gemeinsame Forschungszusammenarbeit verkündet. Die Unternehmen arbeiten nun gemeinsam auf einem Google-Quantencomputer, um künftige Forschungsarbeiten zu beschleunigen. Der Automobilhersteller ist überzeugt, dass die Quantencomputer-Technik neue Dimensionen eröffnet und so Zukunftsthemen schneller erfasst werden können. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf anwendungsnahe Forschung, indem Algorithmen, Simulationen und Optimierun­gen entwickelt werden. Hierzu arbeiten beide Unternehmen an einem so genannten universellen Quantencomputer von Google, dessen Architektur sich für viele experimentelle Rechenoperationen eignet.

So möchte VW die Ver­kehrsopti­mie­rung weiterentwickeln, Material­strukturen für leistungs­starke E-Fahrzeug-Batterien und neue Werkstoffe simulieren sowie mit neuen Verfahren des maschi­nellen Lernens an künstlicher Intelligenz arbeiten.

Weiterentwickelte Verkehrsoptimierung

Die Mitarbeiter arbeiten an der Weiterentwicklung der Verkehrsoptimierung. Sie bauen damit auf einem Forschungsprojekt auf und wollen neben der Fahrzeitverkürzung weitere variable Größen integrieren. Dazu zählen städtische Verkehrsleitsysteme, verfügbare E-Ladesäulen oder freie Parkflächen.

Materialsimulation von E-Fahrzeug-Batterien und neue Werkstoffe

In einem weiteren Projekt wollen die Forschungsmitarbeiter mit einem Algorithmus die Materialstruktur leistungsstarker E-Fahrzeug-Batterien und anderer Werkstoffe simulieren und optimieren. VW verspricht sich hiervon neue Erkenntnisse für den Fahrzeugbau und die Batterieforschung.

Neue Verfahren im maschinellen Lernen

Darüber hinaus soll das Potenzial des Google-Quantencomputers genutzt werden, um mit neuen Verfahren des maschi­nellen Lernens an künstlicher Intelligenz (KI) zu arbeiten. Fortgeschrittene KI-Systeme gelten als Voraussetzung für das autonome Fahren.