Fahrerassistenz TRW stellt Notausweichassistent vor

Der Opel Insignia als Testfahrzeug verfügte über Notausweichassistent und automatisches Notausweichen.
Der Opel Insignia als Testfahrzeug verfügte über Notausweichassistent und automatisches Notausweichen.

TRW Automotive hat erstmalig seinen Notausweichassistenten (Emergency Steering Assist,ESA) in einem Prototypfahrzeug vorgestellt. Diesen und weitere Assistenzsysteme konnte die Presse auf dem Hockenheimring eigenhändig testen.

„In der Automobilindustrie stehen Fahrerassistenzsysteme aktuell im Mittelpunkt der Diskussionen und werden auch zukünftig eine wichtige Rolle spielen. Schließlich helfen diese Systeme dabei, die Anzahl von Verkehrstoten zu reduzieren – ein vordringliches Ziel für Gesetzgeber und Prüforganisationen", erklärt Andrew Whydell, Director Product Planning Global Electronics bei TRW.

Derzeit implementiert der Automobilzulieferer mit der S-Cam3 die dritte Generation seiner Monokamera sowie mit der AC1000-Familie die vierte Radargeneration. Die Datenfusion beider Sensoren ermöglicht noch bessere Informationen, um einen Fußgänger oder andere Hindernisse zu erkennen und den Unfall zu vermeiden oder abzumildern.

Nun hat TRW nach der adaptiven Geschwindigkeitsregelung und automatischen Notfallbremse erstmals die ESA-Funktion vorgestellt - der nächste Schritt in der Kollisionsvermeidung: Will der Fahrer einem Hindernis ausweichen, berechnet der Notausweichassistent die besten Ausweichtrajektorien um das Objekt herum. Mithilfe der elektrischen Servolenkung wird dann ein zusätzliches Lenkmoment erzeugt, das den Fahrer bei der optimalen Lenkbewegung unterstützt und das Fahrzeug stabilisiert. TRW hat den Notausweichassistenten gemeinsam mit der TU Dortmund entwickelt und ist in der Lage, die Technologie voraussichtlich 2017 für Fahrzeugmodelle ab 2018 auf den Markt zu bringen.

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Fahrerassistenzsysteme von TRW

Einsatz im Testversuch