SMD-Sensor-Cluster mit Drehraten- und Beschleunigungssensor

Continental integriert Sensoren für Sicherheits- und Assistenzsysteme und setzt dabei Silizium-Technologie ein. So soll eine geringere Baugröße, eine höhere Leistungsfähigkeit und niedrigere Kosten erreicht werden.

Der internationale Automobilzulieferer Continental hat die vor allem für das elektronische Stabilitätsprogramm ESP notwendigen Drehraten- und Beschleunigungssensoren in einem einzigen Bauteil zusammengefasst. Geringere Baugröße, höhere Robustheit gegenüber Vibration und Temperatur sowie niedrigere Kosten sollen die Vorteile der neuen komplett integrierten Sensoren sein.

Bislang wurden speziell für den Drehratensensor zwar auch mikromechanische Sensoren eingesetzt, nun kommen aber erstmals ausschließlich aus Silizium gefertigte Sensoren zum Einsatz, die rein kapazitiv arbeiten. Diese bieten neben Kostenvorteilen vor allem eine höhere Genauigkeit, also Empfindlichkeit bei der Messung, daneben auch nur sehr geringe Abweichungen der Messgenauigkeit in der Serienfertigung – und vor allem über eine lange Lebensdauer nur geringe Abweichungen der Messwerte.

Durch den Einsatz der Siliziumsensoren ist es Continental gelungen, eine höhere Robustheit, auch gegen hohe Umgebungstemperaturen von 125 ° Celsius zu erreichen. Der Einsatz des neuen Sensorclusters erfüllt neben der Standard-Anwendung für ESP auch so genannte High-Precision-Spezifikationen. In der hochintegrierten Signalverarbeitung werden alle internen Signale überwacht und ausgewertet. Das bezieht sich auf alle Stufen der Signalkette. Erkennt das System einen Fehler, wird dieser in einem eigenen, nichtflüchtigen Speicher gesichert und kann über ein Diagnosegerät ausgelesen werden. Dadurch erweitern sich die Diagnosemöglichkeiten sowohl für die Sensoren selbst als auch für den kompletten Sensor-Cluster.