Studie Sieben von 13 Top-OEMs arbeiten an LiDAR-Technik

Laut einer aktuellen Studie von Frost & Sullivan erwirtschaftete der Markt für LiDAR-fähige Personenkraftwagen im Jahr 2014 einen Umsatz von 51,1 Millionen US-Dollar und wird bis zum Jahr 2021 voraussichtlich auf 141,0 Millionen US-Dollar anwachsen.

Die Nachfrage nach verbesserten Sensoren, die aktive Sicherheit und automatisiertes Fahren in zukünftigen Pkw unterstützen, hat die europäische und nordamerikanische Automobilindustrie zur Erforschung der LiDAR-Technologie angetrieben. Im Vergleich zu anderen Produkten im Markt ist der LiDAR-Sensor die bessere Wahl, was die Objekterkennung und Zuordnung bei schlechten Sichtverhältnissen betrifft. Aufgrund der Verwendung reflektierender Infrarotlaser bei der Datenerfassung und der Unabhängigkeit vom Umgebungslicht kann LiDAR Objekte unter vielfältigsten Umgebungsbedingungen wahrnehmen.

Die Light Detection and Ranging (LiDAR)-Technologie wird daher als Komponente des Sensormoduls in Fahrerassistenzsystemen vor allem wegen ihrer aktiven Sicherheitsfunktionen verwendet. Von 13 führenden Fahrzeugherstellern arbeiten derzeit sieben am automatisierten Fahrbetrieb von Personenkraftwagen auf LiDAR-Basis. "In Teilen Nordamerikas wurden Rechtsvorschriften erlassen, um den Einsatz der LiDAR-Technologie in Fahrzeugen zu unterstützen und dadurch das automatisierte Fahren zu ermöglichen", erklärt Frost & Sullivan Automotive & Transportation Senior Research Analyst Anirudh Venkitaraman.

Die europäischen und nordamerikanischen Märkte bieten verschiedene kostengünstige LiDAR-Lösungen, jedoch zeigen sie eine Auflösung, die laut der Studie bestenfalls als bescheiden zu bezeichnen ist. Auch mit Problemen bei der Zuverlässigkeit hätten diese Systeme zu kämpfen, weil sie aus wenigen beweglichen Bauteilen bestehen. Weitere Schwierigkeiten mit LiDAR-Systemen entstünden aufgrund der begrenzten Reichweite und dem Platzmangel. Das durchschnittliche LiDAR-System auf dem Markt könne bis zu 100 Meter mit begrenzter Reflexion erfassen. Dieses Ergebnis liege jedoch unter dem Wert von kamerabasierten Systemen, die ein Spektrum von bis zu 500 Metern bieten.

"Da sich die LiDAR-Technologie noch in der Anfangsphase befindet, wird die Marktakzeptanz noch eine gewisse Zeit auf sich warten lassen", stellt Venkitaraman dazu fest. "Wenn im Jahr 2020 technisch hochwertige, bezahlbare LiDAR-Systeme der nächsten Generation im Markt erhältlich sein werden, ist der Endnutzer-Markt eher bereit, in diese Produkte zu investieren."