Kommentar Risikofaktor Mensch

Stefanie Eckardt ist Redakteurin der Elektronik automotive.
Stefanie Eckardt ist Redakteurin der Elektronik automotive.

Fehler sind menschlich, heißt es im Volksmund. Was an sich kein Problem ist. Nur auf der Straße sind menschliche Fehler oft tödlich. 2014 betrug die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland 3368. Damit kamen 29 Menschen mehr ums Leben als noch im Jahr zuvor, Tendenz steigend.

Sollte Vision Zero – Fahrzeuge und Straßen so sicher zu gestalten, dass keine Toten und Schwerverletzten mehr auftreten – als Ziel von Automobilherstellern, Zulieferern, Regierung und Organisationen jemals erfolgreich umgesetzt werden, liegt es auf der Hand, dass langfristig die Maschine, sprich: das Fahrzeug, das Steuer übernimmt. Schon heute helfen aktive und passive Sicherheitssysteme beim Schutz der Insassen. Doch wie sicher und zuverlässig sind diese Systeme tatsächlich?

In der Vergangenheit wurde es versäumt und auch nicht verlangt, den Nachweis dafür zu erbringen, dass sicherheitskritische E/E-Systeme funktional sicher sind. Genau diese Nachlässigkeit gefährdet jetzt den Fahrer. Horrorszenarien wie Takatas Airbag-Drama oder General Motors‘ Zündschlüssel-Tragödie durchlaufen die Medien in einem fort.

Wenn hochautomatisierte Fahrzeuge über die Straßen rollen, dürfen Unfälle keinesfalls passieren. Und schon gar nicht, weil ein sicherheitskritisches E/E-System versagt hat. Das soll schon jetzt nicht mehr geschehen. Daher wurde Ende 2011 die Norm ISO 26262 in Kraft gesetzt, um die funktionale Sicherheit eines derartigen Systems zu garantieren. Wie der aktuelle Stand der Technik ist und welche Herausforderungen beim Umsetzen von ISO 26262 bewältigt werden müssen, zeigen u.a. die Artikel: Auf alles vorbereitet sein, Rundherum sicher oder Sicher verbunden.