Das SAM-Projekt von Arrow: Rennwagen für Querschnittgelähmte

SAM Car Projekt von Arrow.
SAM Car Projekt von Arrow.

Der US-Distributor Arrow hat sich an das ambitionierte Projekt SAM gewagt und eine Corvette C7 Stingray so umgebaut, dass ein querschnittgelähmter Fahrer den Wagen sicher über eine Rennstrecke fahren kann.

Mit SAM, einem „Semi-Autonomous Motorcar“, haben sich die Ingenieure bei Arrow das ambitionierte Ziel gesetzt, ein Serienfahrzeug so mit Unterstützungselektronik zuzupflastern, dass selbst ein vom Hals ab Querschnittgelähmter das Fahrzeug sicher über eine Rennstrecke bewegen kann. Zum Einsatz kommt ein handelsüblicher Sportwagen des Typs Corvette C7 Stingray, ein Bolide mit einem 6,2-Liter-V8-Motor, der 466 kW (634 PS) leistet und ein maximales Drehmoment von 861 Nm liefert. Das Schalten übernimmt ein 8-Stufen-Automatikgetriebe.

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SAM - Der Sportwagen für Behinderte im Detail

SAM - der "Semi Autonomous Motorcar" von Arrow lässt sich allein mit Kopfbewegungen steuern.

Dieses Fahrzeug wurde anschließend mit Sensorik so umgerüstet, dass der Fahrer Sam Schmidt, ein früherer Rennwagenfahrer, der bei einem Unfall vom Hals ab querschnittgelähmt wurde, nun wieder das Fahrzeug über Rennstrecken steuern kann. Zur Sicherheit ist immer ein Copilot dabei, der bei Ausfall des Fahrers per Joystick das Fahrzeug übernehmen kann, um dann gefahrlos anhalten zu können. Sam als Namensvetter seines Fahrzeugs SAM lenkt durch seine Kopfbewegungen das Auto durch Kurven, beschleunigt über ein Kopftippen auf die Kopfstütze und bremst mit einem Mundstück, das die Stärke des Zubeißens in Bremskraft übersetzt. Der Copilot muss derzeit allerdings noch das Automatikgetriebe auf „Drive“ stellen. Aber als nächsten Entwicklungsschritt planen die Arrow-Ingenieure eine Spracherkennung, mit der sich die Automatik dann steuern lässt.