CES 2015 Nvidia enthüllt Tegra X1

Nvidias CEO Jen-Hsun Huang bei der Vorstellung des Tegra-X1 sowie der Drive PX und Drive CX auf der CES 2015.
Nvidias CEO Jen-Hsun Huang stellte auf der CES 2015 den Tegra-X1 sowie der Drive PX und Drive CX vor.

Nvidia hat auf der diesjährigen CES den Drive-PX-Autopilot und den digitalen CX-Cockpit-Computer vorgestellt, die hochauflösende Grafik, Computer Vision und Deep Learning ins Automobil bringen sollen. Angetrieben werden beide Plattformen vom neuen «Superchip» Tegra X1.

Nvidia bietet zwei Computer für Fahrzeuge an: Zum einen den Drive PX zur Entwicklung von Autopilot-Funktionen und zum anderen den Drive CX für hochentwickelte, digitale Cockpit-Systeme. Diese fahrzeuginternen Automotive-Computer basieren auf der gleichen Architektur wie sehr leistungsfähige Supercomputer.

Die Entwicklerplattform für Autopiloten Drive PX liefert die technische Grundlage für Autos mit komplett neuen Funktionen, die sich stark an den jüngsten Entwicklungen bei Computervision und Deep Learning orientieren. Die Plattform nutzt den neuen Tegra-X1-Chip, der auf Nvidias aktueller GPU-Architektur Maxwell basiert. Der Tegra X1 weist ein Teraflop Rechenleistung auf. Drive PX, ausgestattet mit zwei Tegra-X1-Bausteinen, hat zudem Anschlüsse für bis zu zwölf hochauflösende Kameras und kann bis zu 1,3 Gigapixel pro Sekunde verarbeiten.
Die Computer-Visions-Fähigkeiten ermöglichen Valet-Park-Services, um Parklücken zu finden und selbständig einzuparken. Während aktuelle Systeme paralleles Einparken an einem bestimmten Ort verfügbar machen, ermöglicht die Plattform dem Auto beispielsweise, freie Parkplätze in einem äußerst vollen Parkhaus zu finden und dort autonom einzuparken. Später fährt das Auto sogar wieder allein zum Fahrer zurück, nachdem dieser es über sein Smartphone gerufen hat.
Mit den Deep-Learning-Fähigkeiten von Drive PX lernt ein Auto zwischen verschiedenen Fahrzeugen zu unterscheiden – zum  Beispiel einen Krankenwagen von einem Paketlieferfahrzeug, ein Polizeiauto von einer Limousine oder ein parkendes Auto von einem, das sich in den Verkehr eingliedern möchte. Das Ergebnis ist ein selbstfahrendes Auto, das feinste Details wahrnimmt und auf Nuancen jeglicher Situation reagiert – wie ein menschlicher Fahrer.