Forschungsprojekt Autokonf Neue E/E-Architektur für autonomes Fahren

Autonomes Fahren erfordert Veränderungen der gesamten E/E-Architektur. Diese anzupassen ist Ziel des Projektes Autokonf.
Autonomes Fahren erfordert Veränderungen der gesamten E/E-Architektur. Diese anzupassen ist Ziel des Projektes Autokonf.

Im Oktober startete das Forschungsprojekt "Automatische rekonfigurierbare Aktorikansteuerungen für ausfallsichere automatisierte Fahrfunktionen", kurz AutoKonf. Ziel ist es, ein rekonfigurierbares Fahrwerksystem mit Leitungssatz und Steckverbindern für Lenkungs- und Bremsfunktionen zu entwickeln.

Der bevorstehende Paradigmenwechsel von störungssicheren hin zu fehlertoleranten Komponenten beim autonomen Fahren erfordert Veränderungen in der gesamten E/E-Architektur. Weil zukünftig im Fehlerfall niemand die Kontrolle über das Fahrzeug übernimmt, müssen die zum Fahrbetrieb notwendigen Komponenten ausfallsicher ausgelegt werden. Anstatt für jede Komponente ein redundantes Steuergerät zur Verfügung zu stellen, um die Ausfallsicherheit zu gewährleisten, steckt hinter AutoKonf das Konzept, dass ein redundantes Universal-Steuergerät im Fehlerfall Funktionen verschiedener ECUs übernehmen kann. Das bedingt jedoch die Rekonfigurierbarkeit von Steuergeräten im laufenden Betrieb.

Das Ziel von AutoKonf ist es daher, ein rekonfigurierbares Fahrwerksystem inklusive Leitungssatz und Steckverbindern für Lenkungs- und Bremsfunktionen zu entwickeln. Das umfasst sowohl das Design von Software- und Hardware-Lösungen inklusive Aufbau der Musterkomponenten, als auch deren Validierung in einem Prüfstand. Das Projektergebnis soll die Systemkomplexität für das autonome Fahren reduzieren.

Die Gestaltung der System-Architektur und des Safety-Konzepts im Projekt übernimmt dabei ITK Engineering. „Durch unsere langjährige Zusammenarbeit mit OEMs und Zulieferern im Bereich Lenkung und Chassis verfügen wir über eine fundierte Expertise hinsichtlich Anforderungsmanagement, System-Architektur, Funktionsentwicklung und -auslegung, Integration sowie Verifikation und Validierung. Mit der Gestaltung der System-Architektur und des Safety-Konzepts nehmen wir im AutoKonf-Projekt eine tragende Rolle ein“, erklärt Matthias Gemmar, Leiter Strategieentwicklung bei ITK Engineering.