Fahrerassistenzsysteme Mobileye: Intelligente Fahrhilfen einfach nachrüsten

Das Mobileye 560 beinhaltet eine intelligente Kamera, die an der inneren Windschutzscheibe angebracht wird, und ein Display.
Das Mobileye 560 beinhaltet eine Anzeige sowie eine intelligente Kamera, die an der inneren Windschutzscheibe angebracht wird.

Mobile Navigationslösungen sind längst zur harten Konkurrenz für festinstallierte Systeme geworden. Nun könnte das Gleiche auch bei Fahrerassistenzsystemen passieren: So bietet etwa das israelische Unternehmen Mobileye entsprechende Lösungen zum Nachrüsten an.

Die erste Niederlassung in Deutschland hat Mobileye Ende letzten Jahres in Düsseldorf eröffnet. Das Unternehmen versteht sich als Pionier bei der Entwicklung und Installation von Systemen zur Kollisionsvermeidung im Straßenverkehr. Auf rund 1,5 Millionen Stück summierte sich 2012 die Zahl der weltweit installierten Systeme.

Die Mobileye‐Lösung basiert auf monokularer Sichttechnologie mit Objekterkennung (Fußgänger und Fahrzeuge), Fahrspurerkennung, Verkehrszeichenerkennung und einem Kontrollsystem für eine zu hohe/niedrige Scheinwerfereinstellung. Alle Systeme sind mit einem eigens entwickelten System‐on‐Chip ausgestattet, das die optisch erfassten Signale auswertet und bei Gefahr in Echtzeit Warnungen ausgeben kann. Die Fahrspurerkennungstechnik erfasst ein ungewolltes Verlassen der Fahrspur, wenn der Fahrtrichtungsanzeiger nicht betätigt wird. Die optische Objekterkennung ist gekoppelt mit einem Kollisionswarnsystem, das bei zu geringem Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen ein akustisches Signal gibt.

Die Mobileye‐Technologie wird unter anderem in Fahrzeugen von BMW, Volvo, GM und Hyundai serienmäßig eingesetzt. Das israelische Unternehmen bietet seine Systeme aber gleichzeitig auch als Nachrüstungslösung an. Sowohl PKW als auch Nutzfahrzeuge ab dem Baujahr 2000 können über die globalen Vertriebspartner von Mobileye nachträglich mit dem intelligenten Fahrerassistenzsystem ausgestattet werden.