Verbundprojekt μAFS LED-Chip mit 256 Pixeln für intelligente Scheinwerfer

Der µAFS-Demonstrator zeigt, dass nur mit einem LED-Chip 256 Pixel einzeln angesteuert werden können.
Der µAFS-Demonstrator zeigt, dass mit lediglich einem LED-Chip 256 Pixel einzeln angesteuert werden können.

Nach eineinhalb Jahren Laufzeit haben die Partner innerhalb des Verbundprojektes μAFS einen LED-Chip mit 256 Leuchtpunkten entwickelt. Bisher konnten Pixelsysteme nur durch viele einzelne LED realisiert werden.

Ziel des Projekts  μAFS ist es, technische Grundlagen für eine neue Klasse energieeffizienter LED-Frontscheinwerfer zu entwickeln, die die Basis für adaptive Frontbeleuchtungssysteme sein können.

Der Musteraufbau der LED wurde vom Projektkoordinator Osram Opto Semiconductors, von Osram Specialty Lighting, Infineon Technologies sowie dem Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM gemeinsam entwickelt. Bei bisherigen Advanced-Front-lighting System-Lösungen (AFS-Lösungen) entspricht ein Pixel einer LED-Komponente oder einem Chip – beim entwickelten Prototyp enthält ein Chip 256 Pixel, die sich alle einzeln ansteuern lassen. Damit ist der erste Schritt hin zu Lichtquellen mit mehr als 1.000 Pixeln getan. Osram Opto Semiconductors entwickelte den Pixelchip mit definiertem Lichtmuster in den Farben blau und weiß. Die Herausforderung war dabei, die Lichtpunkte bereits während der Chip-Prozessierung zu definieren und zu ermöglichen, dass diese direkt mit der Ansteuerung verbunden werden können.

 

Infineon Technologies entwickelte den elektronischen Treiberchip, bei dem die zahlreichen einzelnen Lichtpunkte individuell und direkt anzusteuern sind. Das Fraunhofer IZM ermöglichte die Koppelung des lichtemittierenden Pixelchips und des ansteuernden Treiberchips. Durch die Strukturierung der Chip-Oberfläche und das Aufbringen des Konverters zur Erzeugung von weißem Licht vervollständigte Osram Opto Semiconductors schließlich den Musteraufbau. Dieser Demonstrator beweist die Machbarkeit des ersten Projektziels, da er eine besonders hohe Auflösung aufweist, die erst die präzise und dynamische Anpassung des Lichtmusters ermöglicht. Damit lassen sich im Gegensatz zu heutigen AFS-Lösungen auf LED-Basis künftig auch spezielle Autolichtlösungen wie Stadt- oder Schlechtwetterlicht umsetzen.

Das Verbund-Projekt wird im Rahmen des Förderschwerpunkts »Integrierte Mikrophotonik« vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt sieben Millionen Euro gefördert und läuft bis 31. Januar 2016.