»Zukunft Ventures« und »e.GO Mobile« Joint Venture für den Stadtverkehr der Zukunft

Prof. Dr. Günther Schuh (rechts), CEO von e.GO Mobile, und Torsten Gollewski (links), Geschäftsführer von Zukunft Ventures, präsentieren den ersten Prototypen.
Prof. Dr. Günther Schuh (rechts), CEO von »e.GO Mobile«, und Torsten Gollewski (links), Geschäftsführer von »Zukunft Ventures«, präsentieren den ersten Prototypen vom »e.GO Mover«.

Das neu gegründete Gemeinschaftsunternehmen »e.GO Moove« wird sich um Entwicklung, Produktion und Vertrieb eines autonomen Fortbewegungsmittels für den Personen- und Gütertransport bemühen. Ein erster Prototyp konnte nun bereits in Aachen betrachtet werden.

Im September 2016 wurde das ZF Tochterunternehmen »Zukunft Ventures« gegründet. Die Gründungsziele der Gesellschaft waren so ausgelegt, dass Beteiligungen an Technologieunternehmen realisiert werden können:

  • Start-ups erhalten die Möglichkeit auf zusätzliches Investitionskapital
  • Kleinere, etablierte Unternehmen erhalten durch ZF einen großen Industriepartner

Der Automobilzulieferer erhofft im Gegenzug, bei zukunftsfähigen und wettbewerbsrelevanten Technologien das eigene Portfolio zu ergänzen.

»Zukunft Ventures« sollte demnach Firmen, die in für ZF interessanten Technologiefeldern aktiv sind, identifizieren und eine Beteiligung umsetzen – der erste Erfolg heißt »e.GO Moove« mit Sitz in Aachen und wurde durch eine Kooperation mit »e.GO Mobile« erzielt.

Die beteiligten Unternehmen sind sich einig, dass die autonome Elektromobilität den Verkehr in Ballungsräumen sauberer, sicherer und effizienter machen wird. Das Joint Venture soll die Durchsetzung vorantreiben und neue technologische Impulse setzen. Neben der Entwicklung und Produktion soll auch der Vertrieb des autonomen Fahrzeugs realisiert werden. Ein erster Prototyp wurde jetzt auf dem Campus der RWTH Aachen vorgestellt.

Aus Sicht des Gemeinschaftsunternehmens ist dieser Prototyp ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Vision Zero. In Aachen haben Ingenieure sowie Fertigungs- und Vertriebsexperten bereits die Arbeit aufgenommen, um einen zügigen Markteintritt zu ermöglichen.

Aufgrund der unterschiedlichen Unternehmenskompetenzen sind die Aufgabenschwerpunkte entsprechend verteilt.

ZF kümmert sich um das elektrifizierte Antriebssystem, das sich durch Langlebigkeit, Wirtschaftlichkeit sowie hohe Effizienz auszeichnet. Darüber hinaus wird ZF die ADAS-, Fahrwerks- sowie Sensor-Fusion-Technik beisteuern. Die Steuerbox »ZF ProAI« wird dabei als integriertes, Cloud-updatefähiges System eine zentrale Funktion übernehmen. Sie ist lernfähig und durch künstliche Intelligenz-Algorithmen für die V2X-Technik ausgelegt. Die V2X-Kommunikation mit anderen Fahrzeugen und der Umgebung ermöglicht, im Sinne einer Schwarmintelligenz, die Fahrzeuge sicherer und effizienter zu koordinieren.

»e.GO Mobile« hat bereits auf dem Campus der RWTH Aachen eine vernetzte V2X-Infrastruktur installiert, um die autonomen Fahrzeuge serientauglich weiterzuentwickeln.

»e.GO Moove« arbeitet gemeinsam mit Nvidia intensiv an der Entwicklung und Validierung der autonomen Fahrfunktionen für den »e.GO Mover«.

ZF sieht weltweit große Zukunftspotenziale für elektrische und autonome Fahrzeuge sowohl für die Beförderung von Personen als auch für Lastentransporte. ZF prognostiziert vor allem im innerstädtischen Logistikbereich bis 2030 enorme Zuwächse.