Hella & Covestro entwickeln neue Designs Holografie-Technologie in der Heckbeleuchtung einsetzen

Die Heckbeleuchtung ist mit Holografie-Technologie ausgestattet. Erstmals wurde eine gemeinsame Signatur von Bremslicht und hochgesetzter Bremsleuchte geschaffen.
Die Heckbeleuchtung ist mit Holografie-Technologie ausgestattet. Erstmals wurde eine gemeinsame Signatur von Bremslicht und hochgesetzter Bremsleuchte geschaffen.

Hella hat mit Polymer-Hersteller Covestro ein neues Design für die Signalbeleuchtung an Fahrzeugen mit der Holografie-Technologie entwickelt. Bereits seit Herbst 2015 haben die Unternehmen an einem Design für die Front- und Heckbeleuchtung von Elektrfahrzeugen gearbeitet. Nun liegt das Ergebnis vor.

Das Heck des Fahrzeugs besteht aus einer dreiteiligen Leuchte, wovon jede mit Holografie-Technologie ausgestattet ist. Die Hologramme entwickelten Designer von Hella. Covestro brachte diese anschließend in eine transparente Holografiefolie ein, die das Design speichert, und auf eine drei Millimeter starke Glasplatte laminiert ist. Für Serienanwendungen kommt hier künftig Kunststoff anstatt Glas zum Einsatz.

Die Holografiefolie wird mit Hilfe von LED-Lichtquellen und Reflektoren von hinten beleuchtet. So entsteht ein 3D-Effekt – ganz so, als schwebten die Elemente frei im Raum. In den beiden äußeren Elementen der Heckleuchte fügten die Unternehmen ein Hologramm mit einer Vielzahl leuchtender Flächen, so genannter Flakes, ein. Die mittlere Leuchte ist in der Heckklappe integriert. Auf ihr scheinen die Firmenlogos der beiden Unternehmen zu schweben.

Im Heckbereich fällt vor allem das neue Design des Bremslichts auf. Anstatt einer separaten, hochgesetzten Bremsleuchte, hat Hella eine gemeinsame Signatur von Bremslicht und hochgesetzter Bremsleuchte geschaffen. "Da die gesetzlichen Vorschriften erfüllt sind, wäre es möglich, diesen Ansatz sofort in Serienanwendungen umzusetzen", erklärt Dr. Michael Kleinkes, Leiter Entwicklung Lichttechnik beim Automobilzulieferer aus Lippstadt. Auch das Schlusslicht ist mit dem Blinklicht optisch miteinander verbunden. Dazu kommt eine von Covestro entwickelte Diffusorfolie mit diffraktiver Optik zum Einsatz. Diese formt und teilt Lichtstrahlen mit geringem Lichtverlust und sorgt so für eine homogene Lichtverteilung. Die dahinterliegenden LEDs sind in den beiden äußeren Teilen zweifarbig ausgeführt, sodass sich sowohl die Blinklicht- als auch die Schlusslichtfunktion erzeugen lassen. Die Funktionen sind darüber hinaus animiert. So lässt sich etwa der Effekt eines wischenden Blinklichts umsetzen.