Kostenreduktion Gemeinsamer Kabelstrang für Parkbremse und Drehzahlsensoren

Continental integriert Raddrehzahlsensoren und Kabel für elektrische Parkbremse in einem Kabelstrang.
Continental integriert Raddrehzahlsensoren und Kabel für elektrische Parkbremse in einem Kabelstrang.

Continental hat die Kabel für Raddrehzahlsensoren und die elektrische Parkbremse (EPB) in einem Kabelstrang integriert. Vorteile der Raddrehzahlsensoren mit EPB-Kabel sind reduzierte Entwicklungs-, Produkt- und Montagekosten.

Die elektrische Parkbremse hält verstärkt Einzug in alle Fahrzeugklassen. Zur weiteren Evolution wird von Zulieferern erwartet, die EPB in das gesamte Bremssystem zu integrieren. Zudem soll zukünftig ein gemeinsamer Kabelstrang für EPB und Raddrehzahlsensoren in die Hinterachse integriert werden. Continental hat dafür eine marktfähige Lösung entwickelt, denn weniger elektrische Anschlüsse und Befestigungsschnittstellen bedeuten eine erleichterte Montage an der Produktionslinie. Das Kabel hat zudem eine hohe Haltbarkeit und weist eine hohe Knick- und Biegefähigkeit auf.

Eine vollständige Integration von Raddrehzahlsensoren-Funktionen ist möglich. Das betrifft sowohl Standardfunktionen wie Geschwindigkeitsmessung, als auch High-End-Funktionen wie die Erkennung des Fahrrichtungswechsels oder die indirekte Reifendruckmessung (iTPMS – indirektes Reifendruckkontrollsystem). Aus den Signalen der Raddrehzahlsensoren leiten die Steuergeräte für das Elektronische Bremssystem (EBS), die Antriebsschlupfregelung (ASR) und für die Elektronische Stabilitätskontrolle (ESC) die Drehgeschwindigkeit der Räder ab. Somit werden die Informationen dieser Sensoren genutzt, um ein Blockieren der Räder zu verhindern beziehungsweise ein Durchdrehen der Räder zu erkennen und mit entsprechender Regelung die Stabilität und Lenkbarkeit des Fahrzeugs zu erhalten.

Eines der weltweit ersten integrierten Raddrehzahlsensoren-EPB-Kabel geht im Jahr 2015 zunächst bei einem japanischen Hersteller in Serie.