Ried System Electronic Frei programmierbares Radarsensorsystem für Nutzfahrzeuge

Radar statt Ultraschall: Neue Abstandssensoren erhöhen die Sicherheit beim Rangieren.
Radar statt Ultraschall: Neue Abstandssensoren erhöhen die Sicherheit beim Rangieren.

Gerade Nutzfahrzeuge sind beim Rangieren besonders auf Antikollisionssysteme angewiesen. Herkömmliche Abstandssensoriken auf Ultraschallbasis lassen sich jedoch wegen ihrer zu geringen Reichweite und Erfassungsbreite nicht verwenden. Neue Radarsensoren schaffen hier Abhilfe.

Speziell für Nutzfahrzeuge hat Ried das nach eigenen Angaben erste Abstandssensorik-System auf Radarbasis entwickelt, das über eine Reichweite von bis zu 20 m verfügt und frei programmierbar ist. Der Sensor soll eine Reaktionszeit von lediglich einer halben Sekunde haben, das System dadurch besonders sicher sein und sich auch zur Ergänzung von Kamera-Monitor-Systemen eignen. Das Gehäuse entspricht der Schutzart IP 69 K, ist somit schmutz- sowie wasserunempfindlich und hält Temperaturen zwischen -40 und +85 °C stand. Darüber hinaus ist die modulare Controlaser-Serie 6000 CAN-Bus-fähig. Bis zu acht Sensoren lassen sich an eine Rundumleitung im Fahrzeug klemmen.

Ein wesentlicher Vorteil der Radarsensorik ist die deutlich größere Reichweite von 20 statt der bei Ultraschall üblichen 2 m. Durch unterschiedliche Antennentechnik im Sensor ist es möglich, horizontale Erfassungswinkel von beispielsweise 7 bis 160° abzubilden. Damit ist nicht nur möglich, Hindernisse in größerer Entfernung zu erkennen, sondern auch, mit einem einzigen Sensor ein Nutzfahrzeug in seiner gesamten Breite abzudecken. Jeder Sensor ist einzeln programmierbar, das heißt, es kann eine Reichweite zwischen 0,5 und 20 m festgelegt werden.

Für Nutzfahrzeuge wie Radlader ist Ultraschall auch deswegen ungünstig, da diese Systeme eine lange Reaktionszeit haben. Sie benötigen 1 bis 2 s – also so lange, wie das Fahrzeug für eine halbe Radumdrehung braucht – um die Umgebung zu erfassen. Bei der Controlaser Radarsensorsystem Serie 6000 liegt die Reaktionszeit unter 0,5 s, der Fahrer wird somit deutlich früher davor gewarnt, dass sich zum Beispiel unmittelbar hinter dem Fahrzeug ein Hindernis oder eine Person befindet.

Ein weiterer Vorteil gegenüber der Ultraschall-Abstandssensorik ist die Temperatur-, Schmutz- und Wasserunempfindlichkeit von Radarsystemen. Die Serie 6000 verfügt über ein Gehäuse mit der Schutzklasse IP 69 K und kann selbst bei widrigsten Witterungsbedingungen wie Nebel, Schnee oder Hagel eingesetzt werden.