Erstes Bremsregelsystem mit FlexRay-Schnittstelle

Mit ESPpremium hat Bosch das weltweit erste Bremsregelsystem mit FlexRay-Schnittstelle entwickelt, das mit den Sensoren, der adaptiven Geschwindigkeitsregelung, dem integrierten Chassis Management (ICM) sowie den Motor- und Getriebe-Steuergeräten kommuniziert.

Im Vergleich zum bislang genutzten CAN-Bus bietet FlexRay eine höhere Datenübertragungsrate mit größeren Datenpaketen, bei ebenfalls hoher Fehlersicherheit. Darüber hinaus kann FlexRay nicht nur ereignisgesteuerte Informationen übertragen, sondern bietet auch die Möglichkeit, Echtzeitsignale deterministisch zu versenden.

»FlexRay ebnet neue Wege zur sicheren Vernetzung und bietet eine sehr gute Basis für die umfangreiche und zeitkritische Kommunikation aktueller und künftiger Assistenz- und Sicherheitssysteme in der Premiumklasse«, erläutert Klaus Meder, Bereichsvorstand im Bosch-Geschäftsbereich Chassis Systems Control. Das ESPpremium von Bosche kommt bereits in der neuen 7er Baureihe von BMW zum Einsatz, wie die Steuergeräte für das ACC und den Dieselmotor des Zulieferers, die ebenso eine Schnittstelle für den FlexRay-Datenbus besitzen.

FlexRay stellt eine schnelle und ausfallsichere Datenkommunikation mit Übertragungsmöglichkeiten in bis zu zwei Kanälen bereit, die sich flexibel skalierbar für einen redundanten, fehlertoleranten Datentransfer bis 10 Mbit/s oder für eine hohe Datentransferleistung mit bis zu 20 Mbit/s nutzen lassen. Der bislang verbreitete CAN-Bus erreicht in der Highspeed-Variante lediglich 1 Mbit/s.

Neben BMW, Daimler, Freescale, General Motors, NXP und Volkswagen ist Bosch ein Core-Partner des FlexRay-Konsortiums und hat maßgeblich an der Standardisierung des Protokolls mitgearbeitet.