Besserer Überblick von Verkehrssituation Digitaler Rückspiegel ohne Splitscreen

Im Display an der A-Säule kombiniert Continental die verschiedenen Kameraaufnahmen zu einem Bild. So kann der Fahrer stets die Fahrzeugumgebung im Ganzen einsehen. Das zentrale Display zeigt den Bereich des Frontspiegels.
Im Display an der A-Säule kombiniert Continental die verschiedenen Kameraaufnahmen zu einem Bild. So kann der Fahrer stets die Fahrzeugumgebung im Ganzen einsehen. Das zentrale Display zeigt den Bereich des Frontspiegels.

Continental stellt die neue Generation des digitalen Außenspiegels ProViu Mirror vor. Vorteil: Das System zeigt die Bilder der seitlich an der Fahrerkabine angebrachten Kameras auf den Innenraum-Displays als ein zusammengefügtes Bild. Das vergrößert den einsehbaren Bereich und reduziert tote Winkel.

Bei ProViu Mirror sind auf beiden Seiten des Fahrzeugs jeweils zwei Kameras angebracht, die die Bereiche von Hauptaußen-, Weitwinkel- und Nahbereichsspiegel abdecken. Die Aufnahmen werden auf zwei Displays rechts und links an der A-Säule in der Kabine übertragen. Die Kamerabilder befinden sich so permanent in Blickrichtung des Nutzers. Bislang wurden die verschiedenen Sichtfelder, die von den Kameras erfasst werden, im Display als einzelne Bilder übereinander angezeigt. In der neuen Version wurden die Sichtfelder zu nur einem Bild im Display kombiniert. So kann der Fahrer stets die Fahrzeugumgebung im Ganzen einsehen. Die Gefahr, dass er nicht zur richtigen Zeit auf ein relevantes Sichtfeld schaut und dadurch andere Verkehrsteilnehmer oder Hindernisse übersieht, reduziert sich. Die neuen Displays sind größer und haben ein Seitenverhältnis von 16:9. Auch die Bilddarstellung hat Continental weiter verbessert: Dank Full-HD-Auflösung erhält der Fahrer kontrast- und detailreichere Bilder. Optional werden die Displays an der A-Säule durch ein zentrales Display an der Instrumententafel ergänzt, das den Bereich des Frontspiegels wiedergibt.

Das Kamerasystem erfüllt die gesetzlichen Anforderungen für indirekte Sichtgeräte (UN ECE R46), die Standards für Kamera-Monitorsysteme nach ISO 16505:2015 sowie die Standards für funktionale Sicherheit für Straßenfahrzeuge (ISO 26262). Die verfügbare Basisversion wird Continental nun mit interessierten Automobilherstellern entsprechend der spezifischen Anforderungen ihrer Baureihen industrialisieren. Dabei werden die Displays an das Interieur der Kabine und die Kameraarme an die Außengeometrie der Fahrzeuge  angepasst sowie aerodynamische Studien durchgeführt. Denn mit ProViu Mirror sind Nutzfahrzeuge nicht nur sicherer, sondern auch effizienter unterwegs. Die Installation der Kameras an der Fahrzeuggeometrie führt dazu, dass der aerodynamische Widerstand stark reduziert wird. Dieser Effekt wird durch geringe Größe der Kameramodule verstärkt. Mit diesen aerodynamischen Optimierungen kann das Kamera-Monitorsystem den Kraftstoffverbrauch um ein bis zwei Prozent senken und so zu einer optimierten Kosteneffizienz für Flotten und einer geringeren Belastung der Umwelt beitragen. Bei einem Prozent Kraftstoffersparnis fallen rund 2,4 t CO2 weniger pro Jahr an.