Dynamischer eHorizon Die Cloud wird zum Fahrzeugsensor

Der dynamische eHorizon ist die Basis für zahlreiche neue Anwendungen.
Der dynamische eHorizon ist die Basis für zahlreiche neue Anwendungen.

Auf der CES 2015 zeigt Continental die vorausschauenden Fähigkeiten des elektronischen Horizonts, eHorizon. Mit der Software konnten Flottenbetreiber, die auf Scania-LKW setzen, seit 2012 laut einer Schätzung von Continental bereits über 63 Millionen Liter Diesel einsparen.

Der eHorizon soll der Fahrzeugelektronik auf Basis von Kartendaten einen Blick in die Zukunft erlauben. So kann sich das Fahrzeug frühzeitig auf die kommende Strecke einstellen und aktiv den Verbrauch reduzieren. Auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas vom 6. – 9. Januar 2015 demonstriert Continental zusammen mit seinem Kollaborationspartner IBM und dem Location Cloud-Entwickler HERE nun eine neue Evolutionsstufe des eHorizon. Der so genannte „dynamische eHorizon“ ermöglicht durch Vernetzung mit der ortsbezogenen Cloud (Location Cloud) von HERE Echtzeit-Aktualisierungen der digitalen Karte und berücksichtigt dank Big Data und Analytics der Connected Car Cloud von IBM auch dynamische Ereignisse, wie Wetter, Unfälle oder Staus.

Auf der CES 2015 stellt Continental den dynamischen eHorizon in den Mittelpunkt seiner Innovationen zu Displays, Zugangstechnologien, Vernetzung, Infotainment oder Fahrerassistenz und Antriebsmanagement und zeigt, wie diese Komponenten und Systeme von der Vernetzung des Fahrzeugs mit der Cloud profitieren. Fahrerassistenzsysteme oder das Verhalten der Aktuatorik wie Bremse oder Lenkung etwa können so schon auf die kommende Verkehrssituation vorbereitet werden, bevor die Fahrzeugsensoren die Situation erfassen. Mit dem dynamischen eHorizon schafft Continental so die Basis für zahlreiche neue Anwendungen – vom vernetzten Antriebsstrang bis zum automatisierten Fahren. Meldet der dynamische eHorizon beispielsweise ein Stauende hinter einer Kurve, könnte ein automatisiertes Fahrzeug sanft die Geschwindigkeit reduzieren, anstatt erst dann eine Vollbremsung einzuleiten, wenn die Sensoren das Hindernis erkennen.

Weitere interessante Anwendungsfälle bestehen in der Optimierung des Antriebsmanagements von Hybridfahrzeugen sowie der Reichweitenmaximierung von Elektrofahrzeugen. Dabei helfen sowohl das 3D-Straßenprofil von HERE als auch dynamische Informationen zur Verkehrslage oder zum Wetter auf der Strecke, die unter anderem Einfluss auf die Reichweite von Elektrofahrzeugen haben. Auch Hybridfahrzeuge können noch länger ohne Hilfe des Verbrennungsmotors fahren, wenn sie über die dynamische Verkehrsinformationen verfügen. Auf der CES zeigt Continental diese eHorizon-Anwendung anhand des so genannten 48 Volt Eco Drive Systems mit vorausschauendem Energiemanagement.