Der virtuelle Copilot

Durch die Zusammenführung der Daten von Abstandswarner, Spurhalteassistent und Navigationssystem z.B. können kritische Situationen früher erkannt werden, so das Ergebnis des auf drei Jahre angelegten Forschungsprojektes „Autosafe“.

Durch die Zusammenführung der Daten von Abstandswarner, Spurhalteassistent und Navigationssystem z.B. können kritische Situationen früher erkannt werden, so das Ergebnis des auf drei Jahre angelegten Forschungsprojektes „Autosafe“.

Allein durch die Vernetzung der bereits verfügbaren Fahrerassistenzsysteme lassen sich Komfort und Sicherheit für den Fahrer deutlich erhöhen, so das wichtigste Ergebnis einer Studie, die von Continental (www.conti-online.com), Porsche Engineering (www.porscheengineering.com) und Infineon (www.infineon.com) durchgeführt wurde. Gegenstand der Studie war es, zu ermitteln, mit welchem Aufwand und welchen Mitteln sich ein „virtueller Copilot“ realisieren ließe.

Durch den Datenaustausch zwischen den einzelnen Assistenzsystemen stehen mehr Informationen zur Verfügung, um Gefahrensituationen schneller und zuverlässiger erkennen zu können. Für diese Sensor-Daten-Fusion werden hochintegrierte Chip-Module erforderlich sein, mit denen die Integration in unterschiedliche Fahrzeug erleichtert werden kann. Eine weitere Voraussetzung ist die Definition einer gemeinsamen Plattform für die Software.

Cayenne als Versuchsfahrzeuge

Im Rahmen des Projektes „Modulares System für die integrale Entwicklung im Straßenverkehr“ wurden zwei Porsche Cayenne eingesetzt. Das Projekt verfolgte zwei Entwicklungsschienen: die Erforschung eines integralen Sicherheitssystems und eines zugrunde liegenden modularen Hardware-Software- Konzeptes. Das integrale Sicherheitssystem soll den Fahrer situationsabhängig unterstützen.

Für das Sicherheitssystem wurden acht Assistenz-Funktionen zusammengeführt:

  • Spurhalteassistent, der mit einer Kamera die Straße vor dem Auto erkennt (Lane Departure Warning).
  • Totwinkelüberwachung, die mit einer Radar-Sensorik den toten Winkel überwacht (Blind Spot Detection).
  • Verkehrszeichenerkennung, die mit Kameras Verkehrszeichen erfasst und jeweils in Informationen über Geschwindigkeitsbeschränkungen umsetzt (Traffic Sign Recognition).
  • Adaptive Geschwindigkeitsregelung, die auch bei hohem Tempo den notwendigen Sicherheitsabstand automatisch einhält (FSRA – Full Speed Range Adaptive Cruise Control).
  • Autobahnausfahrtassistent, der auf der Verzögerungsspur das Beschleunigen vermeidet (Highway Exit Assistance).
  • Umgebungssensoren für die optische Abstandswarnung bei Unterschreitung des gesetzlichen Sicherheitsabstandes.
  • Optische, akustische und haptische Kollisionswarnung.
  • Minderung von Unfallfolgen, etwa durch eine zeitlich optimale Auslösung der Airbags bei einem Aufprall.