Volvo stellt Teilnehmer für Drive Me vor Der Mensch im Mittelpunkt des autonomes Fahrens

Die Familie Hain aus Göteborg ist die erste, die für die Teilnahme eines Forschungsprogramms zum autonomen Fahren ausgewählt wurde.
Die Familie Hain aus Göteborg ist die erste, die für die Teilnahme eines Forschungsprogramms zum autonomen Fahren ausgewählt wurde.

Das Projekt Drive Me von Volvo bindet Teilnehmer aus dem öffentlichen, privaten und akademischen Bereich ein, die unter Alltagsbedingungen autonome Fahrzeuge im realen Straßenverkehr testen. Im Rahmen der NAIAS hat der Hersteller eine vierköpfige Familie vorgestellt, die als erste ausgewählt wurden.

Volvo ist überzeugt, dass viele Autohersteller in der Eile, vollautonome Fahrzeuge auf den Markt zu bringen, den wichtigsten Faktor aus den Augen verlieren: nämlich die Menschen, die diese Fahrzeuge nutzen sollen. Der Ansatz des schwedischen Automobilherstellers beruht darauf, die Technik basierend auf der Rolle des Fahrers zu definieren – und nicht umgekehrt.

„Mit dem Forschungsprojekt Drive Me hoffen wir, das Leben der Menschen verbessern und die Gesellschaft positiv beeinflussen zu können“, erklärt Henrik Green, Senior Vice President für Forschung und Entwicklung bei Volvo. „Unser Forschungs- und Entwicklungsansatz ist ganzheitlich, nicht rein technisch. Niemand sonst rückt unseres Wissens bei der Entwicklung autonom fahrender Fahrzeuge den Menschen in den Mittelpunkt.“

Beim Drive Me Projekt handelt es sich um ein Forschungsprogramm mit Teilnehmern aus dem öffentlichen, privaten und akademischen Bereich. Im Laufe dieses Jahres werden die ersten der geplanten rund 100 selbstfahrenden Fahrzeuge auf den Straßen Göteborgs unterwegs sein – gefahren von ganz normalen Menschen im echten Straßenverkehr. Das Projekt soll in naher Zukunft auf weitere Städte in aller Welt ausgedehnt werden.

Warum wurde dieses Projekt ins Leben gerufen? „Wir wollen mehr darüber erfahren, wie die Menschen sich fühlen, wenn sie den autonomen Fahrmodus aktivieren und deaktivieren, wie die Übergabe der Fahrzeugkontrolle erfolgen soll und wie sie die Zeit im Fahrzeug verbringen wollen“, so Henrik Green.

 

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