Prüf- und Technologiezentrum Immendingen Daimler startet mit vier neuen Modulen

Nicole Hoffmeister-Kraut, Landesministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, und Ola Källenius, Vorstand Daimler für Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars Entwicklung, haben vier neue Testmodule auf dem Daimler Prüf- und Technologiezentrum Immendingen eingeweiht.
Nicole Hoffmeister-Kraut, Landesministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, und Ola Källenius, Vorstand Daimler für Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars Entwicklung, haben vier neue Testmodule auf dem Daimler Prüf- und Technologiezentrum Immendingen eingeweiht.

Mit der Einweihung von vier weiteren Prüfmodulen hat Daimler am Standort Immendingen einen Schritt in Richtung Mobilität der Zukunft gemacht. Die fertiggestellten Prüfmodule werden schrittweise in Betrieb genommen. Daimler investiert rund 200 Millionen Euro in das Prüf- und Technologiezentrum.

In Immendingen sollen in Zukunft insgesamt 300 Mitarbeiter die vier strategischen Zukunftsfelder Vernetzung (Connected), autonomes Fahren (Autonomous), flexible Nutzung (Shared) und elektrische Antriebe (Electric) weiterentwickeln.

»Unser Prüf- und Technologiezentrum in Immendingen nimmt bei der Entwicklung der Mobilität der Zukunft eine Schlüsselrolle ein: Wir erproben dort nicht nur künftige Assistenzsysteme und autonome Fahrfunktionen sondern auch unsere Elektrofahrzeuge der Produkt- und Technologiemarke EQ«, betonte Ola Källenius, Vorstandsmitglied von Daimler, Konzernforschung & Mercedes-Benz Cars Entwicklung bei der Einweihung.

Die vier Prüfmodule sehen wie folgt aus: Das Modul Stadtquartier wird 1,5 km Stadtstraßen mit verschiedenen Kreuzungssituationen umfassen, um Fahrerassistenzsysteme, V2X-Kommunikation und autonomes Fahren unter realen Bedingungen zu erproben. So kann zum Beispiel simuliert werden, wie autonom fahrende Fahrzeuge miteinander kommunizieren, um einen sicheren Verkehr in einer Großstadt zu gewährleisten.

Die Topographie im Prüf- und Technologiezentrum ermöglicht es, steile Aufstiege – beispielsweise wie die der Schwäbischen Alb – nachzubilden, so dass künftig viele Erprobungsfahrten von den öffentlichen Straßen in das Prüf- und Technologiezentrum verlagert werden können. Die drei Albdauerlaufkurse sind durch kurvenreiche ausgeprägte Steigungs- und Gefällstrecken gekennzeichnete zweispurige Landstraßen, die für Geschwindigkeiten bis 100 km/h (reduziert in Kurven) ausgelegt sind.

Beim 4x4-Modul handelt es sich im Wesentlichen um ein topografisch stark gegliedertes, naturnahes Gebiet mit einem Netz unbefestigter Wege und freier Geländeflächen zur Erprobung und Entwicklung von Allrad- und Geländefahrzeugen.

Die Testfläche zum autonomen Fahren »Bertha« dient mit ihren fast 100.000 m2 der Fahrerprobung sowie Entwicklung von kollisionsvermeidenden Fahrerassistenzsystemen und fahrerlosen Fahrzeugen.

Die Fertigstellung und Inbetriebnahme des Geländes ist für Ende 2018 geplant.