Lichttechnik Continental entwickelt Steuerelektronik für LED-Scheinwerfer

LED-Scheinwerfer mit intelligenter Lichtsteuerung, zum Beispiel von Automobilzulieferer Continental, ermöglichen eine große Zahl neuer Funktionen.
LED-Scheinwerfer mit intelligenter Lichtsteuerung, zum Beispiel von Automobilzulieferer Continental, ermöglichen eine große Zahl neuer Funktionen.

Kamen LEDs im Scheinwerferbereich bislang vor allem für Funktionen wie Tagfahr-, Rück- oder Blinklicht zum Einsatz, können sie inzwischen auch als Abblend- oder Fernlicht das Fahrzeugumfeld illuminieren. Sie erfordern aber eine komplexe Steuerelektronik, die jede einzelne der Leuchtdioden pro Scheinwerfer bedarfsgerecht ansteuern kann. Hierfür hat Continental Lichtsteuergeräte entwickelt.

Die LEDs in den Scheinwerfern lassen sich nicht mit der normalen 12-V-Bordspannung betreiben. Hier können bis zu 75 V notwendig sein. Die LED-Lichtsteuergeräte von Continental verfügen deshalb über eine Eingangsbeschaltung, die eine passende Betriebsspannung erzeugt. Die Elektronik steuert auch über sogenannte Pulsweitenmodulation die Intensität des Lichtes.

Mit dem Einsatz in adaptiven Frontscheinwerfern kommt auf die elektronische Regie eine Vielzahl neuer Koordinationsaufgaben zu. Daher können die LED-Lichtsteuergeräte sämtliche Lichtfunktionen zentral steuern. Sie können aber noch mehr. Dank ihrer Flexibilität sind sie auch zur Ansteuerung von Scheinwerfern mit einer Kombination von herkömmlichen Leuchtmitteln und Leuchtdioden geeignet. So werden in etlichen Serien-Scheinwerfern bereits Funktionen wie etwa Tagfahr- oder Blinklicht mit LED dargestellt, während Abblend- und Fernlicht noch mit Halogen- oder Xenontechnik realisiert werden. Verfügt ein Fahrzeug über einen Fernlichtassistenten, managt das Lichtsteuergerät zusätzlich den Wechsel von Fern- zu Abblendlicht durch das Bewegen einer Blende. Eine ähnliche mechanische Mimik gilt es beim Kurven- und Abbiegelicht zu steuern.

Für diese Aufgaben verfügt die Lichtelektronik über einen 32-bit-Chip. Bei den LED-Treibern verfolgt Continental eine Plattformstrategie mit ASIC- und ASSP-Lösungen, die in enger Zusammenarbeit mit den Halbleiterherstellern weiterentwickelt werden. LED-Lichtsteuerung erfordert aufgrund ihrer Einbindung in Assistenzsysteme und ihres Autosar-Betriebssystems auch höhere funktionale Sicherheitsstandards und wird nach ISO26262 für die Sicherheitsklasse ASIL B zertifiziert.