Forschungsprojekt »Luftstrom« Batterien in Elektrofahrzeuge leise laden

Die Geräuschentwicklung beim Laden soll im Forschungsprojekt Luftstrom reduziert werden.
Die Geräuschentwicklung beim Laden soll im Forschungsprojekt Luftstrom reduziert werden.

Das Projekt »Luftstrom« erforscht, wie sich Batterien von Elektrofahrzeugen effizienter laden lassen.Insbesondere durch den Einsatz neuer Leistungshalbleiter soll das Laden verlustärmer und dadurch letztlich annähernd geräuschlos werden.

Elektrofahrzeuge werden vorwiegend über Nacht geladen. Doch beim Laden entsteht im Ladegerät und in Spannungswandlern Wärme, die zum Beispiel über die Lüfter der wassergekühlten Aggregate abgeführt werden muss. Die damit verbundene Geräuschentwicklung kann erheblich sein. Durch die Luftstrom-Forschungsergebnisse werden die elektronischen Leistungskomponenten die Verluste während des Ladens voraussichtlich um 30 Prozent senken. Das bedeutet geringere Abwärme – und geringeren Kühlaufwand; Kühlaggregate werden kompakter und arbeiten leiser. Komponenten, die schon heute nur sehr wenige Verluste erzeugen wie Hilfsspannungsversorgungen, könnten in Zukunft sogar ganz ohne die bisher notwendige, aufwändige Wasserkühlung auskommen – und damit ohne lauten Lüfter.

Der Schlüssel für eine verlustarme Leistungselektronik sind moderne Leistungsschalter auf Basis von Galliumnitrid (GaN) oder Siliziumcarbid (SiC). Das Projekt Luftstrom soll daher auch herausfinden, wie solche Leistungsschalter zuverlässig in Ladegeräten, Spannungswandlern und Wechselrichtern für Nebenaggregate eingesetzt werden können. Die Luftstrom-Forschungsergebnisse werden den Übergang auf luftgekühlte und damit lüfterlose Systeme für zukünftige Elektrofahrzeug-Generationen beschleunigen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Luftstrom-Forschungsarbeiten mit rund 3,9 Millionen Euro. An dem Projekt sind AVL Software and Functions, BMW, Daimler, Fraunhofer IISB, Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Infineon Technologies, Leibniz Universität Hannover, Lenze Drives, Robert Bosch, RWTH Aachen University, Siemens und Volkswagen. Die Projektleitung hat Infineon Technologies.