Daimler Autonomes Fahren im Sperrgebiet

Schon im August 2013 bewältigte ein Mercedes-Benz S 500 Intelligent Drive die rund 100 km lange historische Bertha Benz-Route von Mannheim nach Pforzheim komplett autonom.
Schon im August 2013 bewältigte ein Mercedes-Benz S 500 Intelligent Drive die rund 100 km lange historische Bertha Benz-Route von Mannheim nach Pforzheim komplett autonom.

Im Juli wollte Daimler noch keine Einzelheiten nennen, jetzt ist es offiziell: Neben dem kalifornischen Straßennetz darf das Unternehmen nun auch das größte und sicherste Testgelände in den USA für den Test autonomer Fahrzeuge nutzen.

Das Testgelände Concord Naval Weapons Station (CNWS) im Südwesten der USA verfügt über ein befestigtes, stadtähnliches Straßennetz und ist damit ein idealer Standort für die Erprobung selbstfahrender Fahrzeuge in einer möglichst realistischen Umgebung. Das Testgelände, das die US Navy in Zusammenarbeit mit der Contra Costa County Transportation Authority sowie der Stadt Concord betreibt, ist aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich zugänglich. Mit einem Erprobungsbereich von 8,5 km² ist das CNWS-Gelände derzeit das größte und sicherste Testgelände in den USA.

„Auf dem Testgelände in Concord, Kalifornien, können wir auf sichere Art und Weise Tests mit selbstfahrenden Fahrzeugen u.a. auch in besonderen Gefahrensituationen durchführen", erklärt Dr. Axel Gern, Leiter Autonomes Fahren bei Mercedes-Benz Research and Development North America, Inc. (MBRDNA). „Diese Tests helfen uns, zusammen mit den Ergebnissen unserer Fahrten auf öffentlichen Strassen, bei der Weiterentwicklung unserer autonomen Autos.“ Dennoch liege der Fokus der Forschung weiter auf den Tests im realen Umfeld, betont er.

Seit Mitte September besitzt Daimler auch die offizielle Lizenz des US-Bundesstaats Kalifornien, um dort selbstständig fahrende Fahrzeuge auch auf öffentlichen Straßen zu testen. Mit den zusätzlichen Erprobungsfahrten auf dem CNWS-Gelände erweitert das Unternehmen seine Forschungsmöglichkeiten nochmal deutlich.