Deutsch-französische Teststrecke Autonomen Autos sind keine Grenzen gesetzt

Bundesminister Alexander Dobrindt (rechts) und der französische Staatssekretär Alain Vidalies (links).
Bundesminister Alexander Dobrindt (rechts) und der französische Staatssekretär Alain Vidalies (links).

Zwischen Merzig und Metz entsteht eine Teststrecke für autonome und vernetzte Fahrzeuge. Verschiedene Anwendungen sollen auf dem deutsch-französischen digitalen Testfeld erprobt werden - im grenzüberschreitenden Verkehr.

Bundesminister Alexander Dobrindt und sein französischer Amtskollege Alain Vidalies haben die Einrichtung eines deutsch-französischen digitalen Testfelds vereinbart. Auf der Teststrecke soll das automatisierte und vernetzte Fahren im grenzüberschreitenden Verkehr erprobt werden. Bereits im ersten Quartal 2017 sollen erste Anwendungen starten. Die geplante Strecke wird vom saarländischen Merzig über Saarbrücken bis nach Metz in Frankreich führen.

Laut Dobrindt dürfen automatisierte und vernetzte Fahrsysteme sich nicht auf Nationalstaaten beschränken – sie müssen überall funktionieren. Bei dem grenzüberschreitenden Testfeld können die Hersteller die Vernetzung ihrer Systeme testen – z.B. wenn sich an der Grenze Fahrbahnen oder Höchstgeschwindigkeiten ändern.

Auf der Strecke werden verschiedene Anwendungen getestet:

  • die grenzüberschreitende  »car to car«- und »car to infrastructure« Kommunikation via LTE und 5G Mobilfunk
  • automatisiertes und vernetztes Überholen, Einfädeln, Bremsen
  • durchgängige Verkehrswarndienste grenzüberschreitender Betrieb des eCall-Notrufsystems

Das BMVI stellt rund 100 Millionen Euro bereit, um auf Testfeldern konkrete Forschungsprojekte zu fördern.