Rohde & Schwarz Automotive-Radartests mit Zielsimulator und FMCW-Signalanalyse

Alle wichtigen Parameter des Radarsensors können Anwender beim kombinierten Einsatz des Automotive Radar Target Simulator ARTS und des R&S FSW Signal- und Spektrumanalysators gleichzeitig mit einer Messung erfassen.
Alle wichtigen Parameter des Radarsensors können Anwender beim kombinierten Einsatz des Automotive Radar Target Simulator ARTS und des R&S FSW Signal- und Spektrumanalysators gleichzeitig mit einer Messung erfassen.

Rohde & Schwarz vertreibt ab jetzt den Radarzielsimulator ARTS von ITS und miro-sys. In Kombination mit dem Signal- und Spektrumanalysator R&S FSW und dessen Analyseoption für FMCW-Chirp-Signale ergibt sich so eine Testlösung für Automotive-Radarsensoren.

Mit Radar lassen sich Geschwindigkeit und Entfernung mehrerer Objekte wetterunabhängig, eindeutig und in kürzester Zeit bestimmen. Daher setzt die Automobilindustrie in Advanced Driver Assistance Systems (ADAS) vermehrt auf diese Technik. Der Signal- und Spektrumanalysator R&S FSW von Rohde & Schwarz charakterisiert mit der Option R&S FSW-K60C zur Analyse von FMCW-Signalen die für Automotive-Radar typischen Chirp-Signale automatisch und in Echtzeit. Der Automotive Radar Target Simulator ARTS ergänzt nun diese Testlösung um realitätsnahe Zielsimulation.

Mit der ARTS-Serie können Anwender dynamische Ziele mit variabler Entfernung, Geschwindigkeit und Größe für Radartestszenarien simulieren. Die digitalen Zielsimulatoren arbeiten in den Frequenzen 77 GHz und 24 GHz mit einer Bandbreite von 500 MHz. Sie basieren auf einem digitalen Konzept und sind einfach für unterschiedliche Applikationen und Sensortypen konfigurierbar. Je nach Ausstattung lassen sich bis zu vier voneinander unabhängige Ziele mit unterschiedlichen Parametern in Echtzeit darstellen.

In der Entwicklung von Radarsensor-Chipsets simulieren Anwender mit der neuen Lösung von Rohde & Schwarz ab sofort im Labor eine realitätsnahe Umgebung. So lassen sich beispielsweise Fahrzeuge mit unterschiedlichen Bewegungsprofilen oder Stresstests mit verschiedenen Umgebungsszenarien simulieren. Dadurch können Entwickler frühzeitig die Signalverarbeitungsalgorithmen des Sensors verifizieren. In der Produktion sind damit erstmals Serientests von Radarsensoren mit einer angemessenen Prüftiefe durchführbar. Durch den Simulator können sehr kompakte Messkammern mit Messentfernungen von unter einem Meter realisiert werden. Das führt zu einem platzsparenden Setup, mit dem sich die sicherheitsrelevanten Radar-Bauteile zu hundert Prozent in der Fertigungslinie prüfen lassen, und nicht nur über Stichprobentests durch die Qualitätssicherung.

Mit dem R&S FSW können Entwickler von Radarkomponenten ihre Signale mit einer Analysebandbreite von bis zu 500 MHz automatisch vermessen. Mit der Option R&S FSW-K60C zur Analyse von FMCW-Signalen lassen sich Chirp-Signale mit linearen Frequenzrampen und großer Bandbreite nach wichtigen Parametern wie Steigung, Sendedauer und Linearitätsabweichung charakterisieren. Nach Angabe von Rohde & Schwarz bietet er als einziges Gerät am Markt eine Auflösebandbreite von 50 MHz im gesweepten Betrieb. Damit adressiert es die Anforderungen des ETSI-Standards EN 302 264-1 für Road Transport and Traffic Telematics im 77 bis 81 GHz-Band. Das für Automotive-Radare weit verbreitete Frequenzband bei 24 GHz deckt der R&S FSW direkt ab. Signale bei 77 GHz analysiert er mit externen Harmonischen-Mischern.